Ahnen: Zahlenmäßiger und qualitativer Ausbau der Ganztagsschulen geht in Rheinland-Pfalz weiter
Rheinland-Pfalz setzt in den kommenden fünf Jahren den Ausbau seines qualitativ hochwertigen Ganztagsschulprogramms fort. Zu den bereits seit 2001 errichteten 360 Ganztagsschulen kommen in der jetzt begonnenen Legislaturperiode weitere 200 neu hinzu. "Wir wollen unser Netz an Ganztagsschulen noch enger knüpfen, um so Schülerinnen und Schülern und den Eltern ein möglichst wohnortnahes Ganztagsschulangebot anzubieten", erklärte Bildungsministerin Doris Ahnen.
20.06.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzEin Schwerpunkt beim Ausbau werde dabei auf den Bereich der Grundschulen gelegt, ohne jedoch die anderen Schularten zu vernachlässigen. "Unser Ziel ist es, dass in jeder Verbandsgemeinde und in jeder verbandsfreien Gemeinde mindestens eine Grundschule ein Ganztagsschulangebot in Angebotsform bereithält, sofern ein Bedarf besteht", erklärte die Ministerin. Sie betonte weiter: "Eltern von Kindern im Kindergarten- und im Grundschulalter sollen in Rheinland-Pfalz das beruhigende Gefühl haben, dass sie in der Nähe ihres Wohn- oder Arbeitsortes ein qualifiziertes Angebot an vorschulischen und schulischen Ganztagseinrichtungen vorfinden."
Zum Schuljahr 2006/2007 hielten bereits 157 rheinland-pfälzische Grundschulen ein Ganztagsschulangebot an vier Tagen von 8 bis 16 Uhr vor, erläuterte die Bildungs- und Jugendministerin. Diese seien alle in den vergangenen fünf Jahren errichtet worden. Neben den Grundschulen hätten jedoch auch weiterhin alle allgemein bildenden Schulen anderer Schularten die Möglichkeit, ein pädagogisches Ganztagsschulangebot einzurichten. "Wo es einen dauerhaften Bedarf für ein Ganztagsschulangebot gibt, wo die an Schule Beteiligten ein überzeugendes Konzept – gerade auch zur Förderung von Schülerinnen und Schülern – erarbeitet haben, wo Schulträger und Schule hinter dem Ganztagsschulkonzept stehen, hat jeder Antrag eine reelle Chance auf Realisierung, insbesondere wenn dadurch unser Ganztagsschulnetz noch enger geknüpft wird", erklärte Doris Ahnen.
In diesen Tagen erhalten alle allgemein bildenden Schulen im Land, die noch keine Ganztagsschule sind, und deren Träger die entsprechenden Bewerbungsunterlagen. Bis zum 2. November haben dann Schulen und Träger Zeit, ihr Konzept auszuformulieren, die notwendige Bedarfserhebung vorzunehmen und das Votum der zuständigen Gremien einzuholen. Aus den fristgerecht eingegangenen Anträgen würden dann etwa 40 Schulen ausgewählt, die zum Schuljahr 2007/2008 ein Ganztagsschulangebot einrichten könnten. Doris Ahnen sicherte den zukünftigen 200 Ganztagsschulen die notwendige Unterstützung bei der Umsetzung ihres Ganztagschulkonzepts zu. "So werden die neuen Ganztagsschulen in die bestehenden lokalen Netzwerke der Ganztagsschulen eingebunden und können damit aus den Erfahrungen der 360 bereits bestehenden Ganztagsschulen lernen", erklärte die Ministerin. Ebenso würden Schulaufsicht, Ministerium und pädagogische Serviceeinrichtungen in Zukunft ihre Angebote für die Ganztagsschulen weiter verstärken und so aufeinander abstimmen, dass trotz der weiter wachsenden Zahl an Ganztagsschulen größtmögliche Effektivität gewährleistet sei.
Die Ministerin betonte, dass Rheinland-Pfalz an seinem Konzept eines qualitativ hochwertigen und pädagogisch fundierten Ganztagsschulangebots festhalten werde. "Ein sinnvolles Ganztagschulkonzept, zu dessen tragenden Säulen die Förderung von Schülerinnen und Schülern sowohl in ihren Stärken als auch bei Problemen gehört, braucht ein ausreichendes zeitliches Budget sowie eine angemessene und verlässliche personelle Ausstattung", sagte sie. Mit diesen im bundesweiten Vergleich hohen Standards könne man am besten den Erwartungen gerade von Seiten der Eltern gerecht werden, nämlich allen für das Ganztagsschulangebot angemeldeten Schülerinnen und Schülern die notwendige individuelle Unterstützung zu geben. "Lernen in der Ganztagsschule heißt in Rheinland-Pfalz auch in Zukunft, dass Schülerinnen und Schüler ganzheitlich gefördert werden – in ihrem Wissen, in ihren kreativen Fähigkeiten und in ihrem sozialen Verhalten", erklärte Bildungs- und Jugendministerin Ahnen abschließend.
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