Betreuungsgeld geht zu Lasten der Betreuungsqualität
Brandenburgs Jugendministerin Martina Münch übt massive Kritik am heutigen Beschluss des Betreuungsgeldes mit den Stimmen der CDU-/FDP-Koalition im Bundestag. "Statt den Ausbau der Kita-Plätze für die Jüngsten zu sichern, setzt die schwarz-gelbe Bundesregierung weiter auf das unsinnige Betreuungsgeld. Geld, das dringend für den Kita-Ausbau gebraucht wird, wird hier als Herdprämie verbrannt."
12.11.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgDie jährlichen Kosten für das Betreuungsgeld liegen künftig bei mehr als 1 Milliarde Euro, so Münch. "Nur mit einem Bruchteil dieses Betrages beteiligt sich der Bund derzeit an den laufenden Kosten für die neu geschaffenen Krippenplätze. Würde der Bund die Mittel des Betreuungsgeldes zusätzlich in den quantitativen und qualitativen Ausbau von Kitas investieren, könnten wir mehr Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas beschäftigen, die Betreuungsqualität weiterentwickeln und die frühkindliche Bildung stärken", betont Jugendministerin Münch.
Zum Hintergrund:
Bund, Länder und Kommunen hatten sich im Jahr 2007 darauf verständigt, bis 2013 für rund 35 Prozent der Unter-Dreijährigen einen Krippenplatz vorzuhalten. Ab August 2013 sollen ein- und zweijährige Kinder bundesweit einen generellen Rechtsanspruch auf eine Kindertagesbetreuung erhalten. Das Land Brandenburg ist auf den steigenden Betreuungsbedarf gut vorbereitet, macht Jugendministerin Münch klar. "Bei uns gilt bereits ein Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder unter drei Jahre, deren Eltern berufstätig sind oder die aus anderen Gründen ihre Kinder nicht zu Hause erziehen können. Damit gehört das Land Brandenburg bundesweit zu den Vorreitern", so Münch. "Mehr als 30.000 Kinder besuchen eine Kindertagesstätte oder eine Tagespflege – das sind inzwischen deutlich mehr als 50 Prozent der Unter-Dreijährigen im Land Brandenburg."
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