Bildungsgewerkschaft warnt Länder und Kommunen zum Auftakt der Tarifrunde vor weiterer Arbeitszeitverlängerung

Vor längeren Arbeitszeiten in den Bildungseinrichtungen von Ländern und Kommunen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum Auftakt der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gewarnt.

07.02.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

"Mehr als 30.000 Arbeitsplätze für Erzieherinnen und Lehrkräfte sind in den vergangenen Jahren vernichtet worden. Zur Haushaltssanierung hat die öffentliche Hand bei den Arbeitszeiten draufgesattelt und zudem die Lerngruppen vergrößert", sagte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am Montag in Frankfurt a.M. Allein in Nordrhein-Westfalen habe die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrkräfte in 2004 rund 5.000 Arbeitsplätze zerstört.

"Das passt nicht zusammen: Einerseits beklagen Politiker die Überalterung der Lehrerkollegien, anderseits schlagen sie jungen Pädagogen die Tür in den Berufseinstieg vor der Nase zu", unterstrich Stange. "Die GEW macht sich für Arbeitszeiten stark, die die Arbeitszufriedenheit der Pädagogen und die Qualität der Lernprozesse in Kitas, Schulen und Hochschulen steigern."

"Man kann dem Vorstand der Deutschen Bank nicht wegen massenhaften Stellenabbaus unsoziales Verhalten vorwerfen und gleichzeitig mit der Arbeitszeitkeule den öffentlichen Dienst rasieren", sagte die GEW-Vorsitzende.

Diese Pressemitteilung kann im Internet abgerufen werden unter: www.gew.de/Pressemitteilungen.html.


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