Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave als Vorleserin im Kindergarten: "Fernsehen und Internet können die Kultur des Vorlesens nicht ersetzen"

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave schlüpfte heute (23. November) in die Rolle einer Vorleserin. In der Kindertagesstätte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, trug sie die Geschichte vom Maulwurf vor, der beinahe in der Lotterie gewann (Autor: Kurt Bracharz) und die Jungen und Mädchen der Vorschulgruppe lauschten gespannt. "Das Gastspiel" fand im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages der Stiftung Lesen statt.

23.11.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Vorlesen fördert den Spracherwerb der Kinder und auch ihre Lernfähigkeit insgesamt", betonte Ministerin Erdsiek-Rave. Sie bedauerte, dass mittlerweile nur noch gut 40 Prozent der Eltern ihre Kinder vorläsen. "Fernsehen und Internet können die Kultur des Vorlesens nicht ersetzen", sagte sie und appellierte an alle Erwachsenen, sich auch weiterhin die Zeit zu nehmen, gemeinsam mit Kindern die Welt der Bücher zu entdecken.

Die Ministerin dankte der Stiftung Lesen für die Initiative, die in diesem Jahr zum vierten Mal bundesweit stattfindet und an der sich insgesamt 7.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligen. "Die Stiftung ist auch für die Landesregierung Schleswig-Holstein ein wichtiger Partner in Sachen Leseförderung", betonte sie. Ein gemeinsames Projekt sei zum Beispiel die Aktion "Leserucksack" zur Leseförderung in Migrationsfamilien. "Leseförderung ist ein wesentlicher Bestandteil des umfassenden Sprachförderprogramms, das die Landesregierung seit Jahren gezielt verfolgt", führte die Ministerin aus. Zu diesem Programm gehören unter anderem Lesetagebücher, vorschulische Sprachförderung, spezielle Programme für Hauptschulen, Lesewettbewerbe aber auch die Kooperation mit Bibliotheken und Büchereien bis hin zum Aufbau weiterer Schulbüchereien und die Zusammenarbeit mit Zeitungsverlagen.


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