Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave: Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen wird durch Gesetzesänderung gestärkt

Heute (16. August) hat das Kabinett den Referentenentwurf zur Änderung des Kindertagesstätten-Gesetzes beschlossen. Er geht jetzt in die verkürzte Anhörung an die Träger der Kindertageseinrichtungen, vor allem die Kommunalen Spitzenverbände, die Wohlfahrtsverbände und die Landeselternschaft. Damit ist einer der ersten großen Gesetzesreformen, die sich die Große Koalition vorgenommen hat, auf den Weg gebracht. "Mit diesen Änderungen unterstreichen wir die besondere Bedeutung unserer Kindertageseinrichtungen für die Erziehung und vorschulische Bildung", so Ministerin Ute Erdsiek-Rave.

16.08.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Sie ergänzte: "Spätestens seit PISA wissen wir, in den KITAs und Grundschulen werden die Weichen für den zukünftigen Bildungsweg unserer Kinder gestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den KITAs und Grundschulen leisten sehr viel. Wir stärken sie weiter in ihren Qualifikationen und in ihrem Engagement."

Kindertageseinrichtungen haben seit Anfang der 90er Jahre einen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag. Dieser wurde in Form von Leitlinien für die Erzieherinnen und Erzieher in den KITAs beschrieben und seit Herbst vergangenen Jahres in der Praxis erprobt. "Mit der Gesetzesänderung wird der Bildungsauftrag weiter konkretisiert", so Erdsiek-Rave. Es gehe darum, wie und was Kinder vor dem Eintritt in die Schule lernen sollen, so die Ministerin.

Erdsiek-Rave: "Die Gesetzesänderung schreibt darüber hinaus die Zusammenarbeit von KITAs und Grundschulen verbindlich vor. Kinder sollen gut von den KITAs in die Schulen wechseln. Der Übergang soll durch enge Kooperation zwischen Erzieherinnen und Erziehern und den Lehrkräften an den Grundschulen erfolgen. In vielen Orten wird dies bereits vorbildlich gemacht." Das Bildungsministerium unterstützt diesen Prozess durch vielfältige Materialien, Fortbildungen und Beratung.

Neu sind auch die Mitwirkungsrechte von Eltern. "Künftig werden Eltern gesetzlich und finanziell abgesichert in Kreiselternvertretungen und der Landeselternvertretung die KITAs aktiv mitgestalten können", betonte die Bildungsministerin. Dafür werden entsprechende Landesmittel ab 2006 bereitgestellt.

Darüber hinaus unterstützt die Landesregierung die Arbeit der Kindertageseinrichtungen weiterhin auch finanziell im großen Umfang. Der Landeszuschuss für die KITAs wird in Höhe von 60 Millionen Euro pro Jahr fortgeführt. Die Summe wird über das Hauhaltsstrukturgesetz in den Kommunalen Finanzausgleich überführt. Das Land investiert ebenfalls in die Fortbildung der Erzieherinnen und Erzieher und baut in den kommenden fünf Jahren mit 27 Millionen Euro die vorschulische Sprachförderung massiv aus.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden