Bundeselternrat: Schulen brauchen Entscheidungsfreiheit

(bikl) "Die Strukturdebatte ist obsolet. Man muss den Schulen die Freiheit geben, sich zukunftsfähig zu gestalten", erklärte der Vorsitzende des Bundeselternrats, Wilfried Steinert, gestern nach der Vorstellung der PISA-Länderergebnisse gegenüber bildungsklick.de.

15.07.2005 Artikel
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Wenn eine Schule Selbständigkeit bekomme und so gestaltet werden könne, wie es für die jeweilige Region richtig sei, dann, so Steinert wörtlich "ist es egal, ob das ein Gymnasium mit einer Grundschule ist, die sich dann als eine sehr profilierte Schule gestaltet oder ob es eine Schule für alle ist von der ersten bis zur zehnten Klasse mit der Anschlussfähigkeit ans Gymnasium. Es kommt darauf an, Schule so zu gestalten dass die Schüler dort optimal gefördert werden."

Verwirklichen, so Steinert, ließe sich ein solches Modell durchaus. "Es müssen die Standards, die Schule erfüllen muss, festgelegt werden. Und das ist eine Kompetenz, die Land und Bund miteinander wahrnehmen müssen."

Erfolg von SINUS

Die Euphorie der KMK mochte der Bundeselternratsvorsitzende nicht ganz teilen. Aber es sei erfreulich, dass es an einigen Stellen weitergehe. Die Kompetenzzuwächse im mathematischen Bereich führt der Bundeselternratsvorsitzende in erster Linie auf die Konsequenzen aus der TIMMS Studie und auf das SINUS Projekt zurück, das als "Programm der BLK deutlich gemacht hat, dass das Zusammenspiel von Bund und Ländern auch Erfolge bringt."

Wichtig: Kommunen und Bund

Größere Eigenverantwortung der Schulen forderte auch der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Professor Heribert Meffert. Entscheidend seien unter anderem leistungsfähige lokale Unterstützungssysteme für die Schulen. "Wichtig ist, die Kommunen in ihrer Mitverantwortung für die Bildung und Erziehung in der Region ernst zu nehmen und sie in die Prozessgestaltung einzubeziehen", so Meffert. Auch er wollte den Bund nicht aus der Verantwortung entlassen: "Wir müssen darauf achten, dass sich die Qualität der Schulen nicht zu stark auseinander entwickelt. Deshalb darf sich der Bund auch nicht aus der Bildungspolitik zurückziehen."

Weitere Informationen:

PISA-Special auf bildungsklick.de


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