Erfolgreich starten: Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten werden gestärkt
"´Erfolgreich starten´, das gilt in Schleswig-Holstein schon für Kinder in Kindertageseinrichtungen, sagte Bildungsministerin Erdsiek-Rave heute (20. September) in Kiel. Dort stellte sie die "Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen" sowie die "Empfehlungen zur Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Jugendhilfe" vor. Die Ministerin: "Mit den ´Leitlinien´ und mit den ´Empfehlungen´ profilieren wir in Schleswig-Holstein Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen. Wir stärken dadurch die frühe Bildung - von den Kitas bis zur Grundschule."
20.09.2004 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und GleichstellungDie "Leitlinien" beschreiben den Erziehungs- und Bildungsauftrag von Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein. In sechs Bildungsbereichen geben sie den didaktischen und methodischen Rahmen für die Arbeit in Kindertagesstätten vor: Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation - Ethik, Religion und Philosophie - Gestalten, Darstellen, Musik, Theater und Medien - Körper, Bewegung und Gesundheit - Kultur, Gesellschaft und Demokratie - Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. daneben gibt es "Querschnittsdimensionen", wie zum Beispiel: Interkulturalität oder Förderung und Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. "Wir verstehen die ´Leitlinien´ als eine Art Programm für die frühe institutionalisierte Bildung außerhalb der Familie und vor der Schule", sagte die Ministerin.
Jeder der rund 1650 Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein werden die "Leitlinien" zur Verfügung gestellt, damit sie dort ein Jahr lang erprobt werden können. Anschließend sollen die Kitas anhand von Fragebogen ihre Erfahrungen, Anregungen und Kritik dokumentieren, sodass die "Leitlinien" entsprechend überarbeitet werden können.
"Für den nachhaltigen Erfolg des Erziehungs- und Bildungsauftrages der Kindertagesstätten ist es notwendig, die Zusammenarbeit von Kitas und Grundschulen besser zu verzahnen. So können wir sicher stellen, dass Schule das aufnimmt, was das Kind in der Kita gelernt hat", so Erdsiek-Rave. Dadurch könne man auch dazu beitragen, dass möglichst alle Kinder mit den vergleichbaren Voraussetzungen erfolgreich in die Schule starten können. Dazu habe man "Empfehlungen zur Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Jugendhilfe" erarbeitet.
An der Entwicklung der "Leitlinien" waren neben dem Bildungsministerium die Wohlfahrtsverbände, die Landeselternvertretung für Kindertageseinrichtungen, die Fachhochschule Kiel und die Fachschulen beteiligt; an der Entwicklung der "Empfehlungen" die Wohlfahrtsverbände, die Landeselternvertretung für Kindertageseinrichtungen sowie für Grund-, Haupt- und Sonderschulen und das Bildungsministerium.
Diese Kooperation zeige, so die Ministerin, dass Bildung tatsächlich als Gemeinschaftsaufgabe verstanden werde. Alle Verantwortlichen trügen mit ihrem jeweiligen Sachverstand dazu bei, dass Kinder in den Kindertagesstätten und in der Grundschule in ihren individuellen Bildungsprozessen professionell gefördert werden können. Erdsiek-Rave: "Solch eine Zusammenarbeit ist notwendig, um unser Bildungssystem erfolgreich voranzubringen."
Hinweis: Einen Hintergrund zu den Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein finden Sie im Internet unter: www.kumi.schleswig-holstein.de.
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