Fachwelt verzweifelt über Rechtschreib-Allüren der Länder

(bikl) Ratlosigkeit wird aus den deutschen Schulbuchverlagen am Tag nach den Meldungen zum Rechtschreibmoratorium in Bayern und Nordrhein-Westfalen gemeldet. "Wir beraten derzeit" lauten unisono die Kommentare, auch aus der Verbandszentrale der Schulbuchverlage (VdS).

18.07.2005 Artikel

Das Kopfschütteln der Verleger wird allerdings in einer Bemerkung aus der Branche deutlich: "Selbst mit der ehemaligen DDR gab es einen ständigen innerdeutschen Konsens in Sachen Rechtschreibung."

Indessen scheint der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger um Einheitlichkeit im CDU-Lager bemüht zu sein. Zumindest die soll - technologisch - auf der Höhe der Zeit stattfinden: Nämlich per elektronischer Konferenzschaltung.

Wie sehr die Ministerpräsidenten an den bildungspolitischen Notwendigkeiten des Tages vorbei taktieren wird auch an der Forderung des Bundeselternrates deutlich. "Die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen dürfen nicht im Föderalismusstreit untergehen," hatte dessen Vorsitzender erst am Donnerstag in Berlin anlässlich der aktuellen PISA-Veröffentlichung angemahnt.

Siehe auch Bildungs-Special Rechtschreibreform.


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