GEW-Protest bei der CDU: Mit Traubenzucker gegen Streichung des Weihnachtsgeldes

Auch beim "kleinen" CDU-Parteitag am Dienstag, 13. Juni 2006, setzte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Proteste gegen die Streichung des Weihnachtgeldes fort. "Die Streichung des Weihnachtsgeldes verbreitet in den Kollegien Wut, Frustration und Demotivation. Die Lehrerinnen und Lehrer haben es satt, immer wieder für die verfehlte Finanzpolitik des Landes den Kopf hinhalten zu müssen" sagte der GEW-Landesvorsitzende Dr. Kai Niemann vor dem Kronshagener Bürgerhaus. Um bei den hohen Temperaturen bei den Delegierten für klaren Verstand zu sorgen, überreichte ihnen eine Gruppe Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter Traubenzucker. Denn klarer Verstand, so der GEW-Landesvorsitzende, sei unverzichtbar, damit die CDU-Delegierten nicht blindlings der falschen Politik der Landesregierung folgten.

13.06.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Kai Niemann kritisierte ebenso die geplanten Kürzungen bei den Kommunen und die bisherigen Kompensationsvorschläge der CDU: "Schon jetzt gammeln mancherorts Schulen vor sich hin und Büchereien werden geschlossen. Deshalb sind Kürzungen bei den kommunalen Finanzen genauso falsch wie die CDU-Vorschläge zur Abschaffung von Lernmittelfreiheit, kostenloser Schülerbeförderung und landesweit gültigen Standards in Kindertagesstätten. Hier verwechselt die CDU Bürokratieabbau mit Bildungsabbau!" Mindeststandards in Kindertagesstätten seien kein Schnickschnack sondern notwendige Voraussetzungen für die pädagogische Arbeit. Angesicht der klammen Finanzen in vielen Kommunen könne sich jeder ausrechnen, dass eine Freigabe der Standards zu Gruppengrößen von bis zu 30 Kindern und zum Einsatz von unausgebildetem Personal führe.

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GEW Schleswig-Holstein

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