Innerdeutsches PISA Ranking
(bikl) Am 14. Juli wird die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin die Ergebnisse des PISA-Ländervergleichs vorstellen, aber bereits jetzt scheinen Sieger und Verlierer ausgemacht. Im innerdeutschen PISA Ranking wetten laut SPIEGEL alle "auf Bayern als Klassenprimus" und die Verantwortlichen in Brandenburg und Berlin ließen schon mal vorsorglich verlauten, dass sie wohl im "hinteren Feld" platziert sein werden.
12.07.2005 ArtikelAbgespeckte Version
Eigentlich sollten die PISA-Ergebnisse der Bundesländer erst im September veröffentlicht werden. Aber die aktuellen politischen Entwicklungen haben den Terminplan durcheinander gewirbelt. Deshalb kann am Donnerstag auch nur eine abgespeckte Version der PISA-Länderstudie präsentiert werden - ohne wissenschaftliche Interpretationen und Ausführungen. Die soll es erst auf einer Tagung im November geben.
Ob dem Wunsch der Kultusminister nach einer sachlichen Debatte mit einer noch nicht abgeschlossenen Studie gedient werden kann, bleibt abzuwarten.
Reflexion der Binnensicht
Für fette Schlagzeilen wird die Veröffentlichung allemal sorgen. Denn die Medien, so schreibt der Deutschlandfunk, befänden sich im Zugzwang: Auch die Veröffentlichung von Teilergebnissen erfordere Berichterstattung.
Das aktuelle "Forum PISA"- am 15.07.2005 um 10:10 Uhr - will allerdings anders an das Thema herangehen: "Wir werden die Gelegenheit nutzen, einen zweiten Ergebniskatalog zu betrachten, der weniger Aufmerksamkeit erregte, der aber die Binnensicht der Deutschen auf ihre Bildung reflektiert: Das von der Universität Koblenz-Landau regelmäßig erhobene Bildungsbarometer", heißt es in der Ankündigung.
Gäste der Sendung sind Marianne Demmer, von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Siegfried Schneider, Staatsminister für Unterricht und Kultus, Bayern und Prof. Dr. Reinhold S. Jaeger, Universität Koblenz-Landau, Zentrum für empirische pädagogische Forschung. Die Sendung wird Mirko Smiljanic moderieren.
Link:
www.dradio.de/dlf/programmtipp/forumpisa/395137/
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