Integration fördern: Zuhören und Engagement

(bikl) Wer bin ich? Wo komme ich her? Wer möchte ich sein? Wo möchte ich dazu gehören? Fragen zur eigenen Identität beschäftigen alle Heranwachsenden auf dieser Welt - für Jugendliche aus Migrantenfamilien stellen sie oft eine besondere Herausforderung dar.

31.01.2005 Artikel

Gegen die wachsende Unsicherheit über sinnvolle Integrationskonzepte und zunehmende Klischees über Migranten stellt die Hamburger Körber-Stiftung ihre Erfahrungen aus mehreren Jahren interkultureller Arbeit. Das Motto der Stiftung: "dem Individuum zuhören - zivilgesellschaftliches Engagement stärken".

"Pauschale Klagen über gescheitertes Multikulti und Parallelgesellschaften helfen nicht weiter. Gelungene Integration beginnt mit gegenseitigem Zuhören bei Vereinen, Gemeinden, Familien und besonders beim Einzelnen. Und sie braucht Engagement aus der Gesellschaft heraus - von Migranten wie Einheimischen", betont Dr. Wolf Schmidt vom Vorstand der Körber-Stiftung.

Auf einer öffentlichen Tagung vom 17. bis 18. Februar 2005 in Hamburg möchte die Körber-Stiftung ihre Integrationsansätze mit Praktikern, Pädagogen und Wissenschaftlern ebenso wie politisch Verantwortlichen und Medienvertretern diskutieren.

Mehr als 50 Experten wirken an der Tagung mit, unter ihnen Rita Süssmuth, Cem Özdemir und Adolf Muschg. In einem Dutzend spannender Workshops werden praxisnahe Diskussionen ergänzt durch medial vielseitige Präsentationen wie Theaterspiel, Zeitzeugengespräch, Hörprobe oder Bilderschau.

Die Themen reichen von russlanddeutschen Lebensgeschichten und türkischen Einwanderungsbiografien bis zu Fotografie und Theater als Medien, kultureller Integration, Umgang mit dem Islam an deutschen Schulen, interkultureller Seniorenarbeit und den Geschichtsbildern jugendlicher Migranten.

Zum Auftakt der Tagung lädt die Körber-Stiftung am Vorabend zur deutsch-türkischen Gala "Lale mal anders". Dabei wird Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust eine vorbildliche Initiative mit der "Hamburger Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn" auszeichnen.

Das Tagungsprogramm:

www.stiftung.koerber.de/


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