Internationale OECD-Studie bescheinigt Brandenburg beste Kitaversorgung in Deutschland und lobt System der Qualitätsentwicklung an den Kitas

Der heute vorgestellte OECD-Bericht zur "Politik der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland" findet viele lobende Stellen für das brandenburgische Kitasystem. So wird Brandenburg die beste Ver-sorgungslage bei der Kindertagesbetreuung in Deutschland bescheinigt. Fast 50 Prozent der Kinder von 0-3 haben einen Krippenplatz, nahezu alle Kinder von 3-6 einen Kitaplatz und noch 25 Prozent der 6-10-jährigen einen Hortplatz. Des weite-ren bescheinigt die Studie dem Land Brandenburg beispielgebende Maßnahmen im Bereich der Standard- und Qualitätsentwicklung an seinen Kitas.

30.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Jugendminister Holger Rupprecht zeigt sich erfreut über die OECD-Untersuchungsergebnisse: "Die brandenburgische Kita ist längst herausgetreten aus dem Schatten einer reinen Betreuungseinrichtung. Beim Versorgungsgrad und bei der Qualitätsentwicklung bescheinigt uns die Studie eine Vorreiterrolle. Wir sind bereits dort, wo viele andere Bundesländer erst hinwollen. Die brandenburgische Kitaversorgung ist aktive Familienpolitik, weil insbesondere Frauen leichter einen Beruf annehmen können. Die brandenburgische Kita ist zudem ein Ort der Bildung und Erziehung, unsere zahlreichen Qualitätsmaßnahmen und die Bildungsgrundsätze sollen eine optimale Förderung von Kindern sicherstellen. Kinder wachsen am besten mit anderen Kindern auf. Die brandenburgische Kita ist ein hervorragender Ort dafür."

Im Land Brandenburg gibt es nach der aktuellsten Statistik 54.400 Kinder im Krippenalter (0-3 Jahre), 66.200 im Kindergartenalter (3-6 Jahre) und 89.400 im Hortalter (6-10 Jahre).

Zahlreiche Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Situation der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg eingeführt: Bildungsauftrag und Kooperation mit dem System Schule, Weiterentwicklung der Struktur der Angebote/Diversifizierung, Qualitätsmonitoring, Aufbau und Sicherung eines Praxisunterstützungssystems sowie Ganztagsangebote durch Kooperation von Schule und Kindertageseinrichtungen.

Bereits in den frühen 90-er Jahren wurde mit den "Grundsätze der pädagogischen Arbeit" ein Weg beschritten wurde, der heute bundesweit durch die Bildungspläne Nachahmung findet. Aufbauend auf Vorarbeiten wie dem Projekt "Zum Bildungsauftrag von Kindertagesstätten" lag im Dezember 2002 das Gutachten "Entwurf eines Normativen Rahmens für die Bildungsarbeit in Brandenburger Kindertagesstätten" vor, der seit Juni 2004 als "Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg" die Bildungsarbeit an Kitas im Land Brandenburg verankert. Ziel der "Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg" ist es sicherzustellen, dass allen Kindern in den Tageseinrichtungen des Landes die erforderlichen und ihnen angemessenen Bildungsmöglichkeiten eröffnet werden. Die Grundsätze bestimmen dafür thematisch gegliederte Bildungsbereiche, die den vorhandenen Bildungsfähigkeiten von Kindern entsprechen. Sie fordern die Träger und die Fachkräfte in den Einrichtungen auf, den Mädchen und Jungen Erfahrungen in diesen Bildungsbereichen zu eröffnen und diese in unterstützender und herausfordernder Weise pädagogisch zu begleiten.

Brandenburg sammelt seit 1992 systematisch Informationen über die pädagogi-sche Qualität von Einrichtungen und ihre Veränderung. Eingesetzt werden Instru-mente wie die "Kindergarteneinschätzskala" (KES) und verwandte Instrumente auf der Basis der EARLY CHILDHOOD ENVIRONMENT RATING SCALE (E-CERS). Daneben gibt es ein breites System von 60 Fachberaterinnen und Fachberatern, die Kitas in der Qualitätsentwicklung unterstützend zur Seite stehen. Acht Kitas sind als Konsultationskitas ausgewiesen, von denen jede auf ein bestimmtes Thema spezialisiert ist.


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