Keine Experimente in Kindertagesstätten!
"Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen für irgendwelche von Koalitionsausschüssen erfundenen "Experimentierklauseln". Wenn wir für die Kinder in den Kindertagesstätten wirklich die beste Bildung wollen, darf der Personalschlüssel in Kindertagesstätten von der Landesregierung auch "experimentell" nicht verschlechtert werden. Wir brauchen besser ausgebildete Erzieherinnen in den Kindertagesstätten und nicht irgendwelche schlechter oder gar nicht ausgebildeten Hilfskräfte."
03.07.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinMit diesen Worten reagierte Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Montag, den 03.07.06, in Kiel auf den Beschluss des Koalitionsausschusses von CDU und SPD, in zunächst zwei Kreisen auszuprobieren, ob auch weniger Fachkräfte in einer Kita-Gruppe für die Bildung und Betreuung der Kinder ausreichen.
Der GEW-Landesgeschäftsführer erinnerte daran, dass Deutschland bei der frühkindlichen Bildung im europäischen Vergleich erheblichen Nachholbedarf habe. In Dänemark beispielsweise seien die Erzieherinnen nicht nur fundierter und umfassender ausgebildet, sondern dort müsse sich eine Erzieherin im Durchschnitt auch nur um 8 Kinder kümmern, während es ihre deutsche Kollegin mit 16 Kindern zu tun habe. "Vor diesem Hintergrund erwarten wir von der Politik Vorschläge zur Verbesserung und nicht zur Verschlechterung der Situation in den Kindertagesstätten. Es wird höchste Zeit, dass unsere Politikerinnen und Politiker der ungeheuren Bedeutung der frühkindlichen Bildung für die weitere Entwicklung der Kinder Rechnung tragen", so Bernd Schauer.
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