KiBiz-Revision: Einstieg in umfassende Reform erforderlich
Die GEW ist mit der geplanten Novellierung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) unzufrieden und fordert den Einstieg in eine umfassende Reform unmittelbar nach der Sommerpause.
21.06.2011 Pressemeldung GEW Nordrhein-WestfalenZur Öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend über den Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), die am morgigen Mittwoch im Landtag NRW stattfindet, erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer:
"Der vorliegende Gesetzentwurf bleibt deutlich hinter unseren Erwartungen zurück. Wir erwarten von der Landesregierung einen wirklichen Einstieg in eine umfassende Reform der frühkindlichen Bildung nach der parlamentarischen Sommerpause."
Die GEW begrüße den Einstieg in die Beitragsfreiheit als Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit und erkenne an, dass die Landesregierung für die frühkindliche Bildung beachtliche Finanzen mobilisiere. "Für uns sind Bildungsgerechtigkeit durch Beitragsfreiheit und Qualitätsverbesserungen mit mehr professionellem Personal zwei Seiten einer Medaille", unterstrich Schäfer mit Verweis auf den aktuellen Streit in der Koalition.
Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf seien keine wesentlichen qualitativen Verbesserungen verbunden. Festzustellen seien allenfalls gewisse Fortschritte bei der Stärkung der Elternmitwirkung und beim Abbau von Bürokratie.
Die GEW selber habe ein Eckpunktepapier zur Revision des KiBiz vorgelegt, das auf mehr pädagogische Qualität in den Kindertageseinrichtungen ziele. Dazu gehörten auch substantielle Verbesserungen der Sprachförderung ohne das umstrittene Sprachstandsfeststellungsverfahren "Delfin 4".
"Wir wollen", so Schäfer abschließend, "den Einstieg in eine hochwertige frühkindliche Bildung. Dafür brauchen wir mehr Professionalität in den Einrichtungen sowie einen besseren Betreuungsschlüssel mit gut ausgebildetem Personal."
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