KiBiz-Revison in NRW: Kleine Landtagsanfragen zur Fachkräftesituation
11.02.2011 Artikel
In den Kleinen Anfragen 505 und 506 der Abgeordneten Dr. Butterwegge, DIE LINKE, wird die Landesregierung um Auskunft zu Problemstellungen gefragt, wie sie die Situation von Fachkräften verbessern will und wie sich auf den abzeichnenden Fachkräftebedarf einstellen will.
Erläuterungen:
Es wird dabei u.a. darauf aufmerksam gemacht, dass im Jahr 2010 in NRW im Durchschnitt nur 865 offene Stellen, jedoch 5.184 arbeitssuchende Erzieherinnen bekannt waren. Da das 5-Punkte-Programm jedoch nur einen zusätzlichen Einsatz von Kinderpflegerinnen, also Ergänzungskräften, vorsieht wird, da der Personalschlüssel im Verhältnis Fachkraft-Kinder verschlechtert wurde und die Arbeitsbedingungen erschwert sind, u.a. gefragt, wie die Landesregierung gedenkt, die Arbeitsplätze für Fachkräfte auszuweiten.
In diesem Zusammenhang wird u.a. auch darauf hingewiesen, dass es nicht ausreicht, mit einem Zusatzprogramm für Berufspraktikanten das Absolvieren der Ausbildung mit der staatlichen Erkennung zu sichern, wenn anschließend keine Arbeitsplätze zur Verfügung stehen (oder Fachkräfte auf Ergänzungskraftstellen - schlechterbezahlt - tätig werden müssen.) Außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, dass für die Ergänzungskräfte, die jetzt eine Zusatzqualifikation erwerben, nach Abschluss auch eine Tätigkeit als Fachkraft möglich sein muss. Daher müssten bereits zum Kindergartenjahr 2011/2012 zusätzliche Stellen für Fachkräfte geschaffen werden.
Im Zusammenhang mit den Hinweisen auf den zukünftigen Fachkräftebedarf (Kleine Anfrage 506), wird nach den Vorstellungen der Landesregierung für eine Fachkraft-Kind-Relation gefragt, da diese für die Qualität des Angebotes von besonderer Bedeutung ist und es Hinweise auf Schwellenwerte gibt, bei denen sogar nachteilige Folgen bei unguten Relationen bestehen können. Außerdem wird die Landesregierung gefragt, was sie gegen "prekäre" Arbeitsverhältnisse (Befristung, unfreiwillige Teilzeitbeschäftigung) tun will. Diese Fragen gehen darauf ein, dass im Koalitionsvertrag für "gute Arbeitsverhältnisse" votiert wurde.
Diese Fragen sind zur richtigen Zeit gestellt, damit entsprechende Konsequenzen im Rahmen der 1. Stufe der KiBiz-Revision einfließen können.
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