Kinder schon mit vier Jahren in der sechsjährigen Primarschule
(bikl) Dass Deutschland bei den Bildungsinvestitionen hinterhinkt, ist nicht neu. Wie teuer das Aufholen sein wird, hat jetzt eine Studie aufgelistet, die morgen offiziell in Berlin vorgestellt wird.
27.10.2004 Artikel"Bessere Bildung ist teuer, aber nicht unbezahlbar" schreibt die Tageszeitung "Die Welt" heute in einem Vorabbericht. Um Deutschland vom Pisa-Hinterbänkler wieder in die erste Reihe der internationalen Leistungsspitze zu befördern, müssten allein für die Grundschulen knapp 13 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr aufgewendet werden berichtet das Blatt unter Berufung auf die Studie "Bildung neu denken! Das Finanzkonzept". Sie ist im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) von der Baseler Prognos AG und dem Erziehungswissenschaftler und Präsidenten der Freien Universität Berlin, Professor Dieter Lenzen, erstellt worden.
Die Summe von 13 Milliarden berechnet sich danach aus folgenden Veränderungen: Schon mit vier Jahren sollen Kinder in eine sechsjährige Primarschule eingeschult werden können, die Vor- und Grundschule integriert und Schüler nach ihren speziellen Fähigkeiten fördert. Kostenpunkt: Mehr als 5,4 Milliarden Euro. Dazu kommen 5,7 Milliarden für Ganztagsschulen. Ferienschulen, Computerausstattung, gezielte Förderung und Tests zum Beginn und Ende der Primarschule schlagen mit 1,9 Milliarden zu Buche.
VBW-Präsident Randolf Rodenstock wird in dem Artikel mit dem Satz zitiert: "Es ist ein Skandal, dass wir heute für Sozialleistungen sechs Mal soviel ausgeben wie für Bildung."
Keine Kommentare vorhanden