KiTa Ticker didacta 2011

KiTa Ticker didacta 2011: Inklusion ist mehr als Integration

24.02.2011 Artikel

Gerhard Zupp dgs – Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V. Bundesvorsitzender äußerte sich zur INKLUSION

Aus der Sicht der dgs ergibt sich, dass nicht alle Menschen gleich, aber gleich wertvoll sind. Daher ist Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nicht nur ein Thema der Bildungspolitik und bei der Organisation von passenden schulischen Angeboten für jedes einzelne Kind von Bedeutung. Daher kann es nicht darum gehen, eine Schule für alle, sondern eine passende Schule für alle Kinder (jedes einzelne) zur Verfügung zu haben.

Wenn es z.B. bei der UN-Resolution darum geht, die Barrierefreiheit zu realisieren, ist dies mehr als das Bauen von Rampen, um Stufen zu überwinden. Kinder mit Sprach- und Wahrnehmungsstörungen benötigen mehr Zeit und personelle Begleitung, damit Kommunikation stattfinden zustande und Verstandenwerden entstehen kann.

Daraus resultiert eine mächtige Aufgabe, die jedoch nicht durch ad-hoc-Maßnahmen und das Umhängen von Etiketten, wie "Inklusions-Schule" kurzfristig bewältigt werden kann. Sie darf auch nicht dazu genutzt werden, durch die Abschaffung von Förderschulen, Einsparungen vornehmen zu wollen. Die Orientierung muss auf den Bedarf der Kinder ausgerichtet sein, so wie es Neslon Mandela ausdrückte:

"Es gibt keine Entschuldigung dafür, Kindern eine gute Kindheit vorzuenthalten, in der sie ihre Fähigkeiten voll entfalten können."

Weitere Informationen: www.dgs-ev.de


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