Kultusminister richtet 20 weitere Kooperationsverbünde Hochbegabung ein

Mit der Einrichtung weiterer 20 Kooperationsverbünde zur Hochbegabungsförderung haben wir unser Ziel eines landesweit flächendeckenden Netzes nahezu erreicht. Fünf bereits bestehende Verbünde werden erweitert. Insgesamt wird es damit im kommenden Schuljahr 2006/2007 an 70 Standorten Kooperationsverbünde mit zusammen 411 Schulen und 63 Kindertagesstätten geben", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (01.06.2006) in Hannover mit.

14.06.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Mit den zusätzlichen Genehmigungen werde das bestehende landesweite Netz um 92 Grundschulen, 1 Hauptschule, 5 Realschulen, 1 Integrierte Gesamtschule, 3 Kooperative Gesamtschule, 19 Gymnasien und 33 Kindertagesstätten ergänzt und einzelne Angebotslücken geschlossen. "Die beteiligten Schulen stellen durch die verbindlich vereinbarte Zusammenarbeit sicher, dass die Förderung und Begleitung bereits im Kindergarten und in der Grundschule beginnt und sich in der weiterführenden Schule pädagogisch konsequent fortsetzt", betonte der Kultusminister. Der Besuch einer Schule des Kooperationsverbundes Hochbegabungsförderung sei auch über Schulbezirksgrenzen hinaus möglich. Das Land unterstütze die beteiligten Schulen durch zusätzliche Lehrerstunden.

"Der beste Bildungsweg für jede Schülerin und jeden Schüler ist derjenige, der die spezifische Leistungsfähigkeit optimal zur Entfaltung bringt. Junge Menschen unterscheiden sich in ihren Begabungen und Fähigkeiten, in ihren Interessen und Neigungen. Heute ist hinlänglich bekannt, dass Schullaufbahnprobleme gerade bei besonders begabten Kindern und Jugendlichen auftreten können. Sie brauchen, um sich harmonisch und glücklich entwickeln zu können, wie jedes andere Kind eine Förderung, die ihren Bedürfnissen und ihrer Leistungsfähigkeit gerecht wird", machte Busemann deutlich.

Das dürfe aber nicht auf die Unterrichtsfächer beschränkt bleiben, sondern müsse übergreifende, außerunterrichtliche Möglichkeiten einbeziehen. "Extrem hohe Begabungen oder spezifisch ausgeprägte Talente, wie z. B. in der Musik, können in der Schule nicht immer ausreichend gefördert werden. Deshalb werden auch außerschulische Einrichtungen wie zum Beispiel Hochschulen und Fachhochschulen, Theater oder Museen in die Arbeit der Kooperationsverbünde einbezogen", so Busemann abschließend.


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