Kultusstaatssekretär Freller: "Sie haben sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht"

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde händigte Kultusstaatssekretär Freller heute im Königssaal des Justizgebäudes vier Persönlichkeiten aus Nürnberg und Umgebung das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

07.04.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Horst Helwig, Justizangestellter i.R. aus Nürnberg, setzt sich seit Jahrzehnten mit außerordentlichem Engagement für die Selbsthilfe Blinder und Sehbehinderter ein. Seit seinem Eintritt in den Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) im Jahr 1968 übernahm er dort verschiedene hochrangige Funktionen. Ab 1978 stellte er sich außerdem in den Dienst der Selbsthilfeorganisation Pro Retina Deutschland e.V., eines Zusammenschlusses von Patienten, die an der Augenkrankheit Retina Pigmentosa leiden. Als stellvertretender Vorsitzender dieser Patientenvereinigung befasste er sich unermüdlich mit der Mittelbeschaffung für anlaufende Forschungsmaßnahmen. Er erkannte die Notwendigkeit einer vereinseigenen Blinden-Audiothek zum Zecke der akustischen Information der Mitglieder und zum Aufbau eines wissenschaftlichen Archivs auf dem Gebiet der Netzhautforschung. Neben seiner laufenden ehrenamtlichen Tätigkeiten arbeitet er im Team des Dunkel-Erlebnisses beim Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne in Nürnberg mit. Dort führt er unter anderem Schüler- und Erwachsenengruppen durch die Dunkelräume.

Dr. Peter Kalisch, Direktor der zentralen Technologie bei der DIEHL Stiftung & Co. KG (Nürnberg), hat sich durch sein verantwortungsvolles unternehmerisches und ehrenamtliches Wirken hervorragende Dienste um die Region Mittelfranken und darüber hinaus erworben. Seit 1978 ist er bei der DIEHL GmbH & Co. Nürnberg in verschiedenen Positionen tätig, derzeit als Direktor der Zentralen Technologie. Das Unternehmen zählt zu den größten Arbeitgebern der Region: Von den etwa 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland sind rund 3.000 an den Standorten Nürnberg und Röthenbach beschäftigt. Das Unternehmen kommt auch seinen Aufgaben in der beruflichen Ausbildung seit vielen Jahren erfolgreich nach.

Dr. Kalisch gilt außerdem als entscheidender Kontaktmann und Förderer der Forschung in der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg und steht für besonders produktive Beispiele der Kooperation zwischen Industrie und universitärer Forschung. Er hat die Einrichtung des Förder- und Freundeskreises für den weiteren Ausbau der Lasertechnologien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wesentlich bewegt. Seit 1991 wirkt Dr. Kalisch an entscheidender Stelle an der Förderung eines Anwenderlabors Lasermaterialbearbeitung und an der Einrichtung des Bayerischen Forschungsverbundes Lasertechnologie mit.

Dr. Herbert Meyerhöfer, Oberstudiendirektor aus Nürnberg, leitet seit 1990 in erfolgreicher Weise das Heinrich-Schliemann-Gymnasium Fürth und beeinflusst als herausragender Altphilologe und Humanist das Schulleben entscheidend und mit unverkennbaren Akzenten. Er prägt das Profil der Schule als einer Institution, die besonders der humanistischen Tradition und der Allgemeinbildung verpflichtet ist. Sein besonderer Einsatz zur Förderung der musischen Bildung zeigt sich unter anderem durch die Aufführung des Musicals "Die Nächte des Kaspar Hauser" unter Beteiligung der ganzen Schule. Über sein erfolgreiches Wirken als Schulleiter hinaus hat er sich während seiner langjährigen Tätigkeit als Altphilologe auf gesamtbayerischer Ebene intensiv um die Weiterentwicklung des Latein- und Griechischunterrichts gekümmert. Durch seine Veröffentlichungen sowie durch die Mitarbeit an entsprechenden Lehrplänen hat er dafür Sorge getragen, dass die klassischen Sprachen in Bayern weitaus mehr als in den meisten anderen Bundesländern als wichtiges Element der gymnasialen Bildung Bedeutung behalten haben. Dies fördert er auch dadurch, dass er in den Ferien seit vielen Jahren für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, für den Freundeskreis des Gymnasiums und für andere Reisegruppen Bildungsreisen nach Italien, Griechenland und Kleinasien organisiert, persönlich betreut und führt. Schließlich gilt sein Einsatz verschiedenen Schulpartnerschaften und Austauschmaßnahmen. Besonders hervorzuheben ist die in der griechischen Öffentlichkeit viel beachtetet, von ihm 1997 gegründete und nachhaltig gepflegte Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium II von Xylokastron/Bezirk Korinth. Darüber hinaus war er am Zustandekommen der Städtefreundschaft zwischen Fürth und Xylokastron maßgeblich beteiligt.

Georg Seitz, Postbetriebsassistent a. D. aus Weisendorf, hat sich über Jahrzehnte hinweg besonders für die Belange der Land- und Forstwirtschaft, aber auch im kommunalpolitischen und kirchlichen Bereich außerordentlich engagiert. Bereits 1969 zählte er zu den Gründungsmitgliedern der Waldbauernvereinigung Erlangen-Herzogenaurach, für die er jahrzehntelang und einsatzfreudig in verschiedenen Funktionen tätig war. Von 1969 bis 1991 war er Ortsobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) und nahm weitere ehrenamtliche Funktionen wahr, wie etwa seit 1969 als Vorsitzender der Waldkorporation Reuth, seit 1973 als Wegbaumeister der Flurbereinigung und seit 1976 als Vorstand der Jagdgenossenschaft Weisendorf, Reuth, Reinersdorf. Schließlich war er von 1980 bis 2002 Örtlicher Beauftragter der Teilnehmerschaft für Ländliche Entwicklung. Über einen Zeitraum von 24 Jahren gehörte er dem Marktgemeinderat des Marktes Weisendorf an, übt seit 1978 ununterbrochen das Amt des Feldgeschworenen aus und wurde zum Verbandsrat im Abwasserverband Seebachgrund bestellt. Seit 1992 ist er Vorsitzender der Reuther Dorfgemeinschaft e.V., wo er sich zwischen 1998 bis 2000 für den Bau der Kapelle im Gemeindeteil Reuth einsetzte, die nun das Zentrum des Dorfes bildet. Im kirchlichen Bereich ist er seiner Heimatpfarrei St. Josef Weisendorf ebenfalls eng verbunden. Seit 1971 ist er Wallfahrtsleiter der Altöttinger Wallfahrer Weisendorf, seit 1979 Kommunionhelfer, war von 1989 bis 2001 Kirchenpfleger und ist nach wie vor ehrenamtlicher Mesner. Jahrelang hat er sich auch als Schöffe am Landgericht Nürnberg/Fürth, als Vorsitzender des Kindergartenbeirates sowie des Elternbeirats der Grund- und Hauptschule Weisendorf und als Mitglied im Personalrat des Postamtes Erlangen zur Verfügung gestellt.

Hinweis: Einzelaufnahmen der Geehrten senden wir auf Anfrage gerne per E-Mail zu.


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