Lernen im Netz - nicht für alle

(bikl) Das Internet macht das Lernen, Kommunizieren und Informieren einfacher? Nicht für alle. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Tagung in Bitburg, an der rund 120 Experten aus Deutschland, Schweden, Griechenland und den Beneluxländern gestern und heute über Möglichkeiten diskutierten, wie Internet-Seiten für alle zugänglich werden können.

10.05.2005 Artikel
  • © Stiftung Digitale Chancen

Denn gerade die Menschen, die wegen mangelnder Mobilität ganz besonders auf das Internet angewiesen sind, werden häufig von der Nutzung ausgeschlossen. "Ältere Menschen kommen mit der Informationsflut nicht zurecht, für Menschen mit einer Sehschwäche ist die Schrift zu klein und Hörgeschädigte werden meistens allein gelassen", erklärte Angela Schneider vom Europäischen Berufsbildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes.

Allein in Rheinland-Pfalz könnten 24 Prozent der Bevölkerung die Vorteile des Internets nicht nutzen, obwohl sie es gern würden. Hilfreich wären schon verstellbare Schriftgrößen, eine einfachere Sprache und übersichtlichere Seiten. "Das ist nicht unsere Zielgruppe" - dieses Argument vieler kommerzieller Anbieter, die ihre Seiten nicht ändern wollen ist ebenso einfach wie falsch. Gerade ältere und behinderte Menschen, so Schneider, seien mehr auf Online- Shopping oder Bildungsangebote via Internet angewiesen als andere und legten zunehmend die Scheu vor dem Computer ab.

Weiterführende Links

Stiftung Digitale Chancen
Das Projekt Barrierefrei Informieren und Kommunizieren
Kompetenz- und Referenzzentrum "barrierefrei kommunizieren!"des Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsverein (tjfbv) e.V.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden