Neuorganisation der Jugendämter beschlossen

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport und die Jugendstadträte der Bezirke haben sich auf eine neue Organisation der Jugendämter verständigt: In den Jugendämtern aller Berliner Bezirke wird die Sozialraumorientierung verbindliches Organisationsprinzip. Das bedeutet: Statt wie bisher in Fachbereichen werden die Jugendämter zukünftig in regionalen Teams organisiert. Damit wird die Zusammenarbeit der bisherigen Fachbereiche Kindertagesstätten, Jugendarbeit und Hilfen zur Erziehung in den Sozialräumen besser koordiniert.

30.05.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Über den Prozess der Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe diskutieren heute und morgen die Senatsverwaltung für Jugend, die bezirklichen Jugendämter und Träger der Jugendhilfe auf dem 3. Fachpolitischen Diskurs. Bezirke wie z. B. Tempelhof/Schöneberg, Treptow/Köpenick oder Friedrichshain/Kreuzberg, die ihre Organisation bereits umgestellt haben, berichten von ihren Erfahrungen.

Jugendsenator Klaus Böger: "Mit der Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe wollen wir in erster Linie einen Mentalitäts- und Methodenwandel erreichen. Die Jugendarbeit, die Kindertagesstätten und die Hilfen zur Erziehung müssen viel stärker als bisher das soziale Umfeld von Kindern, Jugendlichen und Familien einbeziehen. Durch die Zusammenarbeit von Kitas, Schulen, Jugendämtern und anderen Einrichtungen in den Kiezen gilt es, die Herausforderung der Bildung und Erziehung unserer Kinder gemeinsam zu bewältigen."

Mit der Sozialraumorientierung wird das nachbarschaftliche Engagement aktiviert, werden bestehende Angebote von Kindertagesstätten, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Sportvereinen besser verknüpft und die Selbsthilfemöglichkeiten stärker unterstützt.

Die Sozialraumorientierung ist eines der wichtigsten Reformprojekte in der Jugendhilfe. Senat und Bezirke haben dieses Projekt vor mehr als zwei Jahren gemeinsam initiiert. Der Senat fördert das Projekt Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe im Rahmen der Neuordnungsagenda 2006 zur Reform der Berliner Verwaltung. Zur Umsetzung des Projekts wurde eigens ein besonderes Qualifizierungs- und Fortbildungsprogramm entwickelt, das sich an nahezu alle Fachkräfte in den Jugendämtern und bei freien Trägern richtet. Spezielle Beratungsangebote unterstützen die fachliche Neuorientierung und den notwendigen organisatorischen Umbau insbesondere in den Jugendämtern.


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