Staatsminister Jürgen Banzer übergibt Zertifikate für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des Bildungs- und Erziehungsplans (BEP) für Kinder von 0-10 Jahren

"Mit der Übergabe der Zertifikate an die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans von 0-10 stehen wir an einer Nahtstelle, was die künftige Ausrichtung frühkindlicher Bildung in ganz Hessen angeht. Die Erprobungsphase des BEP als bundesweites Vorreitermodell eines zeitgemäßen Betreuungs- und Förderkonzepts für Kinder von 0-10 Jahren ist abgeschlossen und hat gezeigt, dass die gemeinsame Fortbildung von Fach- und Lehrkräften aus dem Elementar- und Primarbereich eine unverzichtbare Unterstützung zur Umsetzung des BEP ist. Mehr als 100 Lehr- und Fachkräfte aus Krippen, Kitas, Kigas, Horten, Grundschulen und weiteren Einrichtungen haben sich unter der fachlichen Leitung von Herrn Prof. Fthenakis, Universität Bozen, qualifiziert, um künftig Fortbildung anbieten zu können. Gemeinsam mit Herrn Prof. Fthenakis, Vertreterinnen des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München (IFP) und den zuständigen Fachreferaten des Hessischen Kultus- und des Hessischen Sozialministeriums haben sie ein Fortbildungskonzept für die Fach- und Lehrkräfte im Elementar- und Primarbereich entwickelt, mit dem der BEP künftig hessenweit Eingang in die Arbeit der Kinderbetreuungseinrichtungen und der Grundschulen finden kann. Den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die hier fachlich die entscheidende Vorarbeit geleistet haben und nunmehr nach der erfolgreichen Qualifizierung fit für die Fachfortbildung ihrer Kolleginnen und Kollegen sind, möchte ich meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. In gleicher Weise möchte ich Herrn Prof. Fthenakis und den Mitarbeiterinnen des IFP meine ausdrückliche Anerkennung für die hervorragende fachliche Begleitung bei der Entwicklung, Erprobung und Umsetzung des BEP aussprechen", so Staatsminister Jürgen Banzer bei der Feierstunde zur Übergabe der Zertifikate an die BEP-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

26.09.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Der nun anstehenden Einführung des BEP liege der Leitgedanke zugrunde, dass in etwa fünf Jahren alle Bildungs- und Lernorte für Kinder von 0-10 Jahren miteinander vernetzt sein sollten. Von der Krippe bis zur Grundschule solle der BEP als Grundlage gezielter (früh-) kindlicher Förderung eingesetzt werden, damit die Leitlinien, mit denen die Kinder durch diesen Lebensabschnitt begleitet würden, auch bei einem Wechsel von der Krippe in den Kindergarten bzw. in die Grundschule gewahrt blieben.

"Diese allzu oft als problematische Schwelle empfundenen Wechsel bzw. Übergänge können in Zukunft besser vorbereitet und begleitet werden, wenn die verschiedenen Bildungsorte des vorschulischen wie auch schulischen Bereichs unter den gleichen Handlungsmaximen arbeiten", so Staatsminister Jürgen Banzer. Kernstück der hessenweiten Einführung des BEP seien Tandems aus mindestens einer Kinderbetreuungseinrichtung und einer Grundschule, die durch die Fortbildung der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und Begleitung durch Fachberatungen den BEP als Grundlage ihrer Arbeit einführen. Zusätzlich wird dieser Qualifizierungsprozess unterstützt durch spezielle Kurse für die Leitungskräfte der Tandems. Mit künftigen Veröffentlichungen von Handreichungen, die Kommunikationsplattform www.bep.hessen.de oder die gemeinsame Geschäftsstelle beider Ministerien wird eine kontinuierliche Information rund um den BEP und systematische Begleitung des Umsetzungsprozesses sichergestellt.

Das Land stelle für die Umsetzung des BEP Mittel in Millionenhöhe zur Verfügung. "Wir wissen, dass hier ein neues Verständnis von Kinderbetreuung und -förderung eingeleitet wird, indem wir auf eine Betonung der frühkindlichen Bildung sowie die Vernetzung der verschiedenen vorschulischen und schulischen Bildungsorte von Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren abzielen. Dieser Prozess wird Geduld, Arbeit und Austausch unter den Einrichtungen und mit den Eltern erfordern, das wissen wir aus der Erprobungsphase zwischen 2005 und 2007. Aus dieser, an der mehr als hundert Tandems teilgenommen haben, wissen wir aber auch, dass der Weg sich für die Kinder und deren Entwicklung lohnt", stimmen Staatsministerin Silke Lautenschläger und Staatsminister Jürgen Banzer überein.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden