Top-Thema Kinderbetreuung

Der erste Thementag der Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" steht unter dem Motto "Gemeinsame Sache: Gute Betreuung von Anfang an". Bereits jedes dritte Lokale Bündnis bietet an dem Tag Bürgersprechstunden an. Bürgerinnen und Bürger können sich bei lokalen Expertinnen und Experten über Kinderbetreuung, Bildung und Erziehung informieren, konkrete Ratschläge erhalten und die Bündnisprojekte in ihren Gemeinden und Städten kennen lernen. Die Initiatorin der Bundesinitiative "Lokale Bündnisse für Familie", Bundesfamilienministerin Renate Schmidt, steht heute in der WDR-Sendung 0800 Rede und Antwort.

11.05.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

"Die Lokalen Bündnisse für Familien sind ein Riesenerfolg, sie treffen bei den Menschen in unserem Land einen Nerv. 90 Prozent teilen mein Ziel, Deutschland zu einem der familienfreundlichsten Länder Europas zu machen. Kinder- und Familienfreundlichkeit fängt vor Ort an. Deshalb wollen immer mehr aktiv daran mitwirken, ihre Kommune oder Stadt kinder- und familienfreundlicher zu gestalten", erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt. 79 Prozent von Müttern und Vätern mit Kindern bis 10 Jahren halten laut einer forsa-Umfrage ein lokales Bündnis in der eigenen Stadt oder Gemeinde für sehr wichtig oder wichtig, um mehr Familienfreundlichkeit zu erreichen. Bessere Betreuungsangebote wünschen sich 59 Prozent der jungen Eltern. "Mütter und Väter wünschen sich eine gute Betreuung und frühe Förderung von Anfang an für ihre Kinder. Die Lokalen Bündnisse helfen für eine Kinderbetreuung zu sorgen, wie sie sich die Eltern wünschen, aber sie tun noch mehr."

Am heutigen Thementag findet z. B. auf Rügen in Kooperation mit einem lokalen Fernsehsender erstmals ein Bürgerfernsehen mit einer Expertengesprächsrunde zum Thema "Erziehung, Bildung und Betreuung" statt. In Herten und Recklinghausen steht das Thema "Familienfreundliche Personalpolitik" im Mittelpunkt. Die Bürgersprechstunde des Bündnisses im Nürnberger Land ist Themen wie "Wenn das Leben in der Familie mal schwierig ist ..." und "Vom Paar zur Familie - soziale und finanzielle Hilfen" gewidmet.

Seit Januar 2004 haben sich bereits 145 Bündnisse der Initiative angeschlossen, sie repräsentieren rund 19 Mio. Menschen. In vielen Bündnissen stehen individuelle Hilfen zu Erziehung, Bildung und Betreuung ganz oben auf der Tagesordnung. Sie sind direkt auf die Bedürfnisse der Familien vor Ort angepasst und haben sich in der Praxis bereits bewährt. Im Tostedter Bündnis für Familie, südlich von Hamburg, haben Eltern in einer Befragung den Bedarf an Plätzen in Kindertagesstätten in ihrer Gemeinde ermittelt. So entstanden in Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen z. B. "Sonderöffnungszeiten": Eltern können für 1,50 Euro pro halber Stunde zusätzliche Betreuungszeit "buchen". Zwei Kindergärten bieten mittlerweile Krippenplätze für zweijährige Kinder an. In Herten beteiligen sich alle Kindergärten und Grundschulen mit Erfolg an Programmen zur Sprachförderung von Migrantinnen und Migranten, die vom örtlichen Bündnis für Familie begleitet werden: Die Sprachkompetenz der Kinder hat sich seit 2001 um 24 Prozent verbessert.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert mit der Kampagne "KINDER KRIEGEN mehr...!" unter www.deutschland-wird-familienfreundlich.de über den Ausbau der Kinderbetreuung in Deutschland. Seit dem 1. Januar 2005 ist das Gesetz zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren in Kraft. Bis zum Jahr 2010 werden die Angebote in Kindertageseinrichtungen oder von Tagesmüttern und -vätern um 230.000 Plätze erweitert.

Informationen zu den lokalen Aktionen sind erhältlich beim Servicebüro Lokale Bündnisse für Familie unter der Telefonnummer 0180-5252 - 212 und im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de.

Die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wird von der Europäischen Union kofinanziert.


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