Unzulängliche Ausbauplanung führt zu unnötigen Belastungen vor allem von Kindern
12.11.2011 Artikel
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Erste Wirksamkeiten eines neu gewählten Jugendamtsbeirates, bei denen die Eltern nach der Neuregelung des Kinderbildungsgesetzes jetzt unmittelbar beteiligt sind, wurden in Dorsten deutlich.
Bei der Betrachtung des Kindergartenbedarfsplanes wurden Ungereimtheiten und Rechenfehler deutlich. In der anschließenden Diskussion wurde erkennbar, dass in der Stadt nicht damit zu rechnen ist, dass zum Stichtag 1.8.2013 in qualitativer und quantitativer Hinsicht bedarfsgerechte Plätze zur Verfügung stehen werden und auch das durch das Sozialgesetzbuch den Eltern zugesprochene Wahlrecht auf ein bedarfsgerechtes Angebot nicht erfüllt werden soll.
Die Leiterin des Jugendamtes erklärte dazu u.a., dass "nicht unbedingt immer (der) Wunschkindergarten das Kind aufnehmen könne und auch die Einrichtungen "zeitweise" überbelegt würden.
Kommentar:
Die Erklärungen der Jugendamtsleiterin in Dorsten machen deutlich, dass die mit dem Rechtsanspruch den Eltern eingeräumten Rechte nicht erfüllt werden sollen und auch die Kinder nicht ein Angebot erwarten können, bei dem ihre individuelle Förderung und Weiterentwicklung gesichert ist.
Da die Gruppenstärke und die personelle Besetzung vor allen in Gruppen mit Kindern unter 3 Jahren mit dem Kinderbildungsgesetz im Jahr 2008 zusätzlich verschlechtert wurde und damit weitere Verschlechterungen "zum System" würden, wenn davon ausgegangen wird, dass zusätzliche Kinder (Überbelegungen) aufgenommen werden sollen. Dies könnte sogar als eine "strukturelle Kindeswohlgefährdung" angesehen werden, da es durch die Expertise von Frau Prof. Vienickel Hinweise auf Grenzwerte gibt, ab denen der Aufenthalt eines Kindes in einer Gruppe sogar eher schädlich ist. Solche Situaitonen müssen vermieden werden und dürften nicht von den Jugendämtern selbst als Notwendigkeit geplant werden, zumal diesen einen unmittelbaren Schutzauftrag zum Kindeswohl haben!
Weiterführende Links
- DER WESTEN - Dorsten
- Bildungsklickbericht zur Präsentation der Expertise von Frau Prof. Viernickel
- Expertise - auf der Seite der GEW
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