Chancengerechtigkeit

Weiterführung des Kita-Qualitätsgesetzes bis Ende 2026

Die Bund-Länder-Verträge zur Umsetzung des Kita-Qualitäts- und -Teilhabeverbesserungsgesetzes (KiQuTG) sind unterzeichnet: Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die 16 Bundesländer haben sich auf die Weiterführung des Gesetzes geeinigt.

14.10.2025 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland
  • © Adobe Stock Mit der Fortsetzung des Kita-Qualitätsgesetztes bis Ende 2026 unterstreichen Bund und Länder die Wichtigkeit guter Bildung und gerechter Chancen von Anfang an.

Damit ist die Fortsetzung des Kita-Qualitätsgesetzes bis Ende 2026 gesichert – ein wichtiges Signal für Verlässlichkeit und Qualität in der frühkindlichen Bildung.

Bundesbildungsministerin Karin Prien: „Frühkindliche Bildung ist der entscheidende Hebel für Chancengerechtigkeit und Bildungserfolg. Wer hier investiert, legt den Grundstein für alles, was folgt. Deshalb brauchen wir eine Bildungspolitik aus einem Guss – von der Kita bis zur Schule. Die Kita ist weit mehr als Betreuung: Sie ist die erste Bildungseinrichtung außerhalb der Familie, in der Talente entdeckt, Potenziale gefördert und soziale Kompetenzen gestärkt werden. Unser Ziel ist, dass jedes Kind – unabhängig von Herkunft und Wohnort – individuell gefördert wird und mit den besten Voraussetzungen in die Schule startet. Dabei unterstützen wir die Länder in den kommenden zwei Jahren mit rund 4 Milliarden Euro, um die Qualität von Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit weiter zu verbessern. Und wir bereiten den nächsten wichtigen Schritt vor: das KiTa-Qualitätsgesetz durch ein Qualitätsentwicklungsgesetz abzulösen – mit bundesweit einheitlichen Standards und einer flächendeckenden Erhebung von Sprach- und Entwicklungsständen. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass Kinder von Beginn an bestmöglich gefördert werden. Denn um das System nachhaltig weiterzuentwickeln und zu stärken, braucht es eine enge Zusammenarbeit aller föderalen Ebenen.“

Bildungsministerin des Saarlandes, Christine Streichert-Clivot: „Gute Bildung beginnt in der Kita – sie legt den Grundstein für die Entwicklung jedes Kindes, für soziale Kompetenzen, Sprachförderung und Bildungserfolg. Mit der Fortführung des Kita-Qualitätsgesetzes sichern wir nicht nur die bewährten Maßnahmen in unseren Kindertageseinrichtungen, sondern setzen auch neue Impulse für Qualität, Fachkräftegewinnung und Chancengerechtigkeit. Träger und Einrichtungen erhalten Planungssicherheit, die die Verstetigung erfolgreicher Programme ermöglicht und Freiräume schafft, um neue Maßnahmen umzusetzen – zum Beispiel zur Gewinnung frankophoner Fachkräfte und zur Förderung bilingualer Bildung. So sorgen wir dafür, dass unsere Kitas nicht nur Räume der Betreuung, sondern Orte der Bildung, Vielfalt und kulturellen Erfahrung sind. Mit unserem Dreiklang aus Beitragsfreiheit, Qualität und ausreichender Betreuungsinfrastruktur stärken wir Familien, fördern Fachkräfte und schaffen die besten Voraussetzungen, damit Kinder von Anfang an erfolgreich lernen und aufwachsen können.“

Bewährte Maßnahmen aus dem KiQuTG werden fortgeführt und gezielt ausgebaut, um Kinder von Anfang an optimal zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Sprachförderung. Sie unterstützt die frühkindliche Entwicklung, stärkt Chancengerechtigkeit und bietet Kindern beste Voraussetzungen für ihren Bildungserfolg. Um Kita-Plätze passgenau und familienfreundlich zu vergeben, wird eine zentrale Anmeldeplattform weiterentwickelt. Kitas mit besonderen Herausforderungen erhalten zusätzliches Personal, um die pädagogische Arbeit vor Ort zu stärken.

Auch die Gewinnung und Sicherung qualifizierter Fachkräfte bleibt ein zentrales Anliegen: Fort- und Weiterbildungen, Fachkongresse, ein Zertifikatsstudiengang sowie Fachberatungen und Kita-Sozialarbeit werden fortgeführt. Die gezielte Förderung frankophoner Fachkräfte sowie die Finanzierung von Sach- und Overheadkosten unterstützt sowohl Einrichtungen als auch das Personal. Besonders die Leitungen profitieren von der Fortführung der Maßnahmen, etwa durch die Beibehaltung der zusätzlichen siebten Leitungsfreistellungsstunde.

Mit der Weiterführung des Kita-Qualitätsgesetzes setzt das Saarland ein deutliches Signal für Verlässlichkeit, Qualität und Chancengerechtigkeit in der frühkindlichen Bildung. Einrichtungen werden so nicht nur Orte der Betreuung, sondern lebendige Räume für Bildung, Vielfalt und kulturelle Erfahrung.


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