100 Professorenstellen seit Jahresbeginn neu besetzt
An Sachsens Hochschulen sind seit Jahresbeginn rund 100 Professorenstellen neu besetzt worden. Darüber informiert Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, nach einer aktuellen Abfrage an den 15 staatlichen Hochschulen. Demnach seien zum 1. Oktober 2007 146,5 (davon 52,5 an den Medizinischen Fakultäten) von 2300 Professuren unbesetzt. "In den meisten Fällen laufen hier aber bereits Berufungsverfahren." Der Lehrbetrieb werde – da die finanziellen Mittel den Hochschulen zur Verfügung stehen – in jedem Fall durch Vertretungen oder Lehrverträge abgesichert.
15.11.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDr. Stange betonte vor diesem Hintergrund, dass bei allen Berufungsverfahren Qualität vor Quantität gehe. "Ziel ist es, die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen. Schließlich handelt es sich um Professorinnen und Professoren, die für viele Jahre Lehre, Forschung und künstlerische Praxis in Sachsen bestimmen werden", so Dr. Eva-Maria Stange. Mit dem neuen Hochschulgesetz, das im kommenden Jahr in Kraft treten werde, könne das Verfahren auf Grund neuer gesetzlicher Regelungen, die den Hochschulen mehr Verantwortung im Berufungsverfahren übertragen, beschleunigt werden.
Schwierig sei die Besetzung freier Professuren aber nach wie vor im Bereich der Hochschulmedizin. "In bestimmten wissenschaftlichen Bereichen ist es schwierig, qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs zu gewinnen. Das liegt zum einen an der Anzahl spezialisierter WissenschaftlerInnen, zum anderen an den sächsischen Besoldungsregelungen. Hier müssen wir in den nächsten Jahren nachbessern."
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