2 Millionen Euro zusätzlich für die Verbesserung der Teilhabe von Studierenden und Mitarbeitern mit Behinderungen an Lehre und Forschung
(red/pm) Die sächsischen Hochschulen erhalten in diesen Tagen 2 Millionen Euro zusätzlich für die verbesserte Inklusion von Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen. Die gleiche Summe steht auch für 2016 zur Verfügung.
21.08.2015 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusWissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt: "Studierende und Mitarbeiter mit Behinderungen, chronischen und psychischen Erkrankungen sollen an Lehre und Forschung gleichermaßen teilhaben können wie Menschen ohne diese besondere Herausforderung. Wir brauchen in unserer Gesellschaft jeden! Wir unterstützen mit den zusätzlichen Mitteln im Doppelhaushalt 2015/2016 die Hochschulen in ihrer Aufgabe, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen."
Die 14 Hochschulen sowie die Berufsakademie Sachsen können damit beispielsweise in Beratungs- und Weiterbildungsangebote, aber auch in verbesserte Software oder technische Lösungen für Menschen mit Beeinträchtigungen investieren. Ziel sei, so Dr. Stange, die inklusive Hochschule in Sachsen zum Standard zu machen und bestehende Barrieren abzubauen. Für die Bereitstellung der zusätzlichen 2 Millionen Euro werden Mittel eingesetzt, die durch die hundertprozentige Finanzierung der Ausbildungsförderung BAföG des Bundes frei wurden.
Die Wissenschaftsministerin verwies in diesem Zusammenhang auf die Studie "Auf dem Weg zur inklusiven Hochschule", die auf Antrag des Sächsischen Landtages vom Wissenschaftsministerium beauftragt wurde und Mitte nächsten Jahres vorliegen soll. Die Untersuchung wird einen Stand zur Inklusion an den sächsischen Hochschulen, der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, der Berufsakademie Sachsen sowie den landesfinanzierten Forschungsinstituten erheben, Beispiele darstellen und Handlungsvorschläge geben. Die Ergebnisse sollen in einen Sächsischen Landesaktions- und Maßnahmeplan zur Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention einfließen. "Auf Grundlage solider Informationen und einer gemeinsamen Strategie erreichen wir das Ziel, Inklusion in den nächsten zehn Jahren umfassend Wirklichkeit werden zu lassen", so Dr. Eva-Maria Stange.
Zusätzliche Mittel für die verbesserte Inklusion von Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen im Jahr 2015:
Universität Leipzig 537.500 Euro
TU Dresden 707.600 Euro
TU Chemnitz 189.000 Euro
Weitere Empfänger finden sich auf den Seiten des Ministeriums.
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