47 Mio. Euro für Forschungsschwerpunkt Neue Materialien

Für den Aufbau und die Stärkung der Forschungsinfrastruktur im Bereich der Neuen Materialien stellt das Land 47 Mio. Euro zur Verfügung. Dies hat das Kabinett auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Gelder stammen aus dem Sonderförderprogramm "Zukunftsoffensive IV Innovation und Exzellenz". Ziel ist es, einen landesweiten Cluster "Neue Materialien" aufzubauen. Im Mittelpunkt steht die Einrichtung von zwei oder drei international wettbewerbsfähigen materialwissenschaftlichen Kompetenzzentren nach US-amerikanischem Vorbild

27.07.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Für Baden-Württemberg ist die Förderung der Materialforschung von strategischer Bedeutung", erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 27. Juli in Stuttgart. "Die weitere zukunftsgerichtete Entwicklung der im Land stark vertretenen Branchen wie Kraftfahrzeugbau, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik, Elektrotechnik, Elektronik, Information und Kommunikation, Chemische Industrie, Medizintechnik, Optische Industrie und Energie hängt wesentlich von innovativen Entwicklungen und Anwendungen neuer Materialien und Werkstoffe ab."

Die angestrebten Kompetenzzentren sollen an Universitäten angesiedelt sein und mit der außeruniversitären Forschung sowie mit der Industrie im Land eng zusammenarbeiten. Damit - und mit ergänzenden spezifischen Verbundfor-schungsmaßnahmen - soll die strukturelle Basis für ein landesweites Innovationsnetzwerk im Bereich "Neue Materialien und Werkstoffe" geschaffen werden. Die Mittel verteilen sich auf Investitionen in neue Hochschul- und Forschungsinfrastrukturen (30 Mio. Euro) sowie in neue Projekte in der Grundlagenforschung (17 Mio. Euro).

"Über die Einrichtung materialwissenschaftlicher Kompetenzzentren an Universitäten im Land kann die notwendige - international sichtbare und wettbewerbsfähige - 'kritische Masse' erreicht wird, und ebenso können wir dadurch zu der je nach Thema erforderlichen Interdisziplinarität kommen", sagte Frankenberg. "So erhalten die Hochschulen auch die Möglichkeit, ihr Profil weiter zu schärfen." Die Förderung soll vorrangig Großgeräteinvestitionen abdecken, eine Finanzierung von Neubaumaßnahmen ist nicht vorgesehen. Die jeweilige Hochschule muss sich verpflichten, die Projekte nach Auslaufen der Förderung weiterzuführen. Frankenberg: "Damit wollen wir die Nachhaltigkeit des Mitteleinsatzes sicher stellen."


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