6. Forschungsrahmenprogramm
Niedersächsische Hochschulen werben im noch laufenden 6. Forschungsrahmenprogramm (FRP) der EU überdurchschnittlich erfolgreich EU-Forschungsmittel ein. Wie aus einer aktuellen Studie des EU-Hochschulbüros Hannover/Hildesheim hervorgeht, gehen 48,1 Mio Euro nach Niedersachsen. Während sich auf Bundesebene 27 % aller Hochschulen am 6. FRP beteiligen, sind dies in Nie-dersachsen mit 37 % deutlich mehr.
03.11.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur"Dies ist vor allem ein Verdienst des überdurchschnittlichen En-gagements unserer niedersächsischen Universitäten", erklärte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann dazu. So sei es besonders erfreulich, dass sich die Niedersachsen bei der Pro-Kopf-Einwerbung je Professur mit 27,1 Tsd. € auf dem fünften Platz im EU-Bundesländerranking platzieren können. Die jetzt vorliegende Studie ermöglicht erst-mals einen Ländervergleich auf Hochschulebene. "Die Studie zeigt anhand der Beteiligungs- und Drittmittelquoten, dass die Politik der Landesregierung auf die zukunftsorientierten Wis-senschaftsbereiche erfolgreich ist", so Stratmann.
Die niedersächsischen Hochschulen nutzen die EU-Forschungsförderung erfolgreich als Drittmittelquelle. Dies zeigt sich auch daran, dass sie in fast allen Programmen des 6. Rahmenprogramms aktiv sind. Darüber hinaus konnte sich je-weils mindestens eine niedersächsische Hochschule in drei-zehn der sechzehn Programme des 6. FRP unter den besten Zehn platzieren.
- So belegt die Leibniz Universität Hannover im Pro-gramm für Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Pro-duktionsverfahren im bundesweiten Programmranking mit 3,0 Mio. € den vierten Platz. Dies macht einmal mehr deutlich, dass sich die Ingenieurwissenschaften der Leibniz Universität Hannover auf Spitzenniveau bewegen.
- Äußerst erfolgreich sind auch die medizinischen Einrich-tungen Niedersachsens im "Lebenswissenschaftlichen Programm" der EU (LSH): so belegen der Bereich Hu-manmedizin der Universität Göttingen und die Medi-zinische Hochschule Hannover (MHH) bei einem Ver-gleich medizinischer Einrichtungen bei der Pro-Kopf-Einwerbung von EU-Forschungsgeldern den 2. (Bereich Humanmedizin der Univ. Göttingen: 68,8 Tsd. €) und 3. (MHH: 54,2 Tsd. €) Platz.
- Die hohe Beteiligung der Universität Göttingen im Mo-bilitäts- und Austauschprogramm "Marie Curie" der EU bestätigt erneut das hohe Renommee und die starke An-ziehungskraft Göttingens in der internationalen Scientific Community.
- Mit dem dritten Platz und einer Mitteleinwerbung von 2,7 Mio. € im Umweltprogramm der EU (SUSTDEV) und ei-nem ersten Platz und einer Mitteleinwerbung in Höhe von 1,6 Mio. € im sozioökonomischen Programm der EU (CITIZENS) wird das Forschungsprofil der Universität Osnabrück auch auf der EU-Forschungsebene sichtbar.
Aber auch innerhalb der EU-Bildungsprogramme sind die nie-dersächsischen Hochschulen äußert aktiv. So belegen sie im "TEMPUS-Programm", dem europäischen Kooperationspro-gramm für die Hochschulbildung, im Jahr 2003/2004 mit 18 Projektbeteiligungen den dritten Platz im Bundesländervergleich.
Anfang 2007 startet das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU mit einer Laufzeit bis 2013 und einer Mittelausstattung von rd. 50 Mrd. € für neue Forschungsprojekte. Die Steigerung der Fördermittel und die erstmalige Integration der Grundlagenfor-schung in die Gemeinschaftsförderung machen die EU-Forschungsfördererung für die Hochschulen noch interessanter.
Die aktuelle Studie ist von der Homepage des EU-Hochschulbüros Hannover/Hildesheim herunterladbar: www.eu.uni-hannover.de/index.htm
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