Baden-Württemberg: Anzahl der Habilitationen seit 2002 rückläufig
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes habilitierten sich an den baden-württembergischen Hochschulen 210 Personen im Berichtsjahr 2022, darunter 78 Frauen. Seit Einführung der Juniorprofessur im Jahr 2002 ist die Anzahl der Habilitationen insgesamt rückläufig.
06.06.2023 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-WürttembergWie das Statistische Landesamt mitteilt, ist die Anzahl der abgeschlossenen Habilitationen im fünfjährigen Mittel um gut 6 % zurückgegangen. Gleichzeitig nahm die Anzahl der Habilitationen von Frauen um knapp 11 % zu. Trotz dieser Zunahme lag der Frauenanteil im Jahr 2022 bei 37 % und damit weiterhin unter dem Frauenanteil von 44 % bei den Promotionen des Jahres 2022 und 48 % bei den Juniorprofessuren des Jahres 2021.
Die überwiegende Mehrheit der Habilitationen wurde an einer der neun staatlichen Universitäten des Landes verliehen. Die meisten Habilitationen wurden in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften abgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Habilitation lag das Durchschnittsalter bei knapp 42 Jahren (Median: 40). Ein Viertel war 37 Jahre oder jünger und ein Viertel bereits 45 Jahre oder älter.
141 Personen oder gut 67 % der Habilitierten waren an ihrer Hochschule beschäftigt. Die Mehrheit der angestellten Habilitierten gehörte zur Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und war befristet an der Hochschule angestellt (62 %). In 4 Fällen hatten die Habilitierten bereits eine Professur auf Zeit bzw. eine Juniorprofessur inne. Der Befristungsanteil unter den beschäftigten Frauen lag bei knapp 71 %, unter den beschäftigten Männern bei gut 58 %.
Unter den Habilitierten des Jahres 2022 befanden sich 33 Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit (16 %).
Schaubilder und Tabellen mit weiteren Details finden Sie hier.
- Land fördert KI-Tools in Hochschullehre mit 1,5 Millionen Euro
- Baden-Württemberg: Daten zur Reform des WissZeitVG
- HRK-Senat zu Eckpunkten des BMBF für Reform des WissZeitVG
Keine Kommentare vorhanden