BW: Erstmals seit 5 Jahren wieder mehr Studienanfängerinnen und -anfänger
Im Wintersemester 2022/23 waren 351 736 Studierende an den Hochschulen in Baden-Württemberg eingeschrieben. Damit ist die Studierendenzahl im Vergleich zum Vorjahr erneut um knapp 1 % zurückgegangen.
18.07.2023 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-WürttembergDer Frauenanteil lag unverändert bei 49 %. Gut 13 % hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit, von denen mehr als drei Viertel ihre Hochschulzugangsberichtigung im Ausland erworben hatten (76 %).
Die Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im ersten Hochschulsemester nahm hingegen zu. Im Studienjahr 2022 schrieben sich 66 850 Personen erstmalig für ein Studium an einer Hochschule in Baden-Württemberg ein. Das waren gut 3 % mehr als noch im Studienjahr 2021. Zuvor waren die Studienanfängerzahlen fünf Jahre lang in Folge gesunken. Der Anstieg der Erstsemesterzahlen lag vor allem an der Zunahme ausländischer Studienanfängerinnen und -anfänger (+17 %), deren Zahl durch die Corona-Pandemie stark zurückgegangen war. Seit dem Studienjahr 2021 steigt die Anzahl der ausländischen Studienanfängerinnen und -anfänger wieder und hat mittlerweile das Vor-Corona-Niveau fast wieder erreicht. Die Anzahl der deutschen Studienanfängerinnen und -anfänger verringerte sich gegenüber 2021 geringfügig (−0,4 %).
Vor allem an den staatlichen Universitäten schrieben sich deutlich mehr Studienanfängerinnen und -anfänger ein als noch 2021 (+7 %). Auch an den Kunst- und Musikhochschulen (+4 %), den privaten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW, +2 %), den HAW der Landesverwaltung (+8 %) und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW, +2 %) immatrikulierten sich mehr Studienanfängerinnen und -anfänger im ersten Hochschulsemester. An den privaten wissenschaftlichen Hochschulen (−5 %), den Pädagogischen Hochschulen (−1 %) und den staatlichen HAW (−1 %) gingen die Erstsemesterzahlen zurück.
Den stärksten Zuwachs an Studienanfängerinnen und -anfängern im ersten Hochschulsemester gab es in den Geisteswissenschaften (+11 %), gefolgt von den Fächergruppen Kunst, Kunstwissenschaft (+8 %), Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin (+6 %), Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (+3 %), Ingenieurwissenschaften (+3 %), und Mathematik, Naturwissenschaften (+1 %). Weniger Erstsemester als im Studienjahr 2021 gab es hingegen in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (−4 %) sowie in der zahlenmäßig kleinsten Fächergruppe Sport (−25 %).
Tabellen mit weiteren Details finden Sie hier.
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