Bayerischer Hochschultag in Tutzing

Als Beleg für die Attraktivität des Hochschulstandorts Bayern bezeichnete Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Ergebnisse der Vorauswahl der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beim 31. Bayerischen Hochschultag am Sonntag in Tutzing.

29.01.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

In seiner Rede zeigte der Minister die Leitlinien der bayerischen Wissenschafts- und Hochschulpolitik auf. Um erfolgreiche Forschung und Lehre zu ermöglichen, bedürfe es eines stimmigen Gesamtkonzeptes. Goppel: "Fundament und Ausgangspunkt der bayerischen Hochschulreform ist das Innovationsbündnis vom Mai 2005, das den Hochschulen finanzielle Planungssicherheit bis zum Jahr 2008 gibt." Im Gegenzug unterstützten die Hochschulen den Optimierungsprozess, der – gesteuert über Zielvereinbarungen – die gesamte Hochschullandschaft in Bayern weiter modernisieren werde. "Unsere Hauptziele sind innovative Strukturen, ein zwischen den einzelnen Hochschulen abgestimmtes Fächerspektrum mit einer Vernetzung auf allen Ebenen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Wirtschaft und außeruniversitären Forschungseinrichtungen", erklärte der Minister. Speziell zur gezielten Förderung von Hochbegabten gebe es derzeit 26 vielfach vernetzte Module im Elitenetzwerk Bayern sowie eine reformierte Begabtenförderung für einzelne herausragende Abiturienten und Studierende.

Ein weiterer Stützpfeiler der Reformpolitik sei das neue bayerische Hochschulrecht, das im Juni in Kraft treten soll. "Durch die Stärkung der Hochschulleitung und die Flexibilisierung der Haushalte sowie über eine um¬fassende Erprobungsklausel bekommen die Hochschulen mehr Gestaltungsfreiheit", betonte Goppel. Zuversichtlich zeigte sich Goppel auch im Hinblick auf die Vorhaben der neuen Bundesregierung. Mit Nachdruck unterstütze er das Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Außerdem würden die Rahmenbedingungen für moderne Technologien innovationsfreundlicher gestaltet. Mit der umfassenden Föderalismusreform werde der Handlungsspielraum der Länder im Hochschul- und Wissenschaftsbereich deutlich gesteigert.


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