Berlins Bildungs- und Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner fordert "Pakt für die Studierenden"

Anlässlich der heutigen Beratungen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) erklärt Berlins Bildungs- und Wissenschaftssenator und stellvertretender GWK-Vorsitzende, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner:

16.07.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

"Es ist mir wichtig, dass Bund und Länder frühzeitig über die Ergebnisse des Hochschulpakts I sowie über eine Fortsetzung diskutieren. Die vorläufigen Zahlen über die Studienanfänger belegen, dass einige Länder die vereinbarten Zuwächse nicht erreicht haben sondern sogar weniger Plätze bereit stellen. Dies gibt Anlass zur Sorge."

Vorläufigen Meldungen zufolge stellt Berlin als eines von wenigen Ländern seit 2007 deutlich mehr Plätze für Studienanfänger pro Jahr zur Verfügung als die im Hochschul-pakt I vereinbarten 19.500.

Senator Zöllner betont, Ziel bleibe es, die Studierendenquote zu erhöhen. Dabei sei ein Systemwechsel in der Hochschulpolitik dringend erforderlich: "Der Hochschulpakt II muss ein Pakt für die Studierenden werden. Wir benötigen dringend eine nachhaltige quantitative und qualitative Verbesserung des Lehrangebotes. Dazu zählt auch die Um-stellung der Studienfinanzierung zwischen den Ländern auf ein Anreizsystem, z.B. nach dem Prinzip "Geld folgt den Studierenden" (Vorteilsausgleich). Ich bin außerordentlich froh darüber, dass meine Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern dieses Ziel teilen und heute vereinbart haben, dass die eingerichtete Staatssekretärs-Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bundes sowie des Landes Berlin die nachfrageorientierte Hochschul-finanzierung diskutiert. Zudem wird die Arbeitsgruppe auf meinen Vorschlag hin über die Abrechnungs-Modalitäten des Hochschulpakts I für die Jahre 2007-2010 beraten."

Das Modell "Geld folgt den Studierenden" basiert darauf, dass für den staatlichen Finanzierungsanteil am Studium nicht mehr das Land verantwortlich sein soll, dass die Plätze zur Verfügung stellt, sondern das Heimatland der Studienberechtigten. Nach den Worten Zöllners wäre das Modell ein Anreiz für die Länder, verstärkt in den Ausbau eigener Studienplätzen zu investieren.


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