Bildungsbericht

Bildungsbericht 2010: Mehr junge Leute als erwartet wollen studieren

Die Nachfrage nach Studienplätzen ist höher als bislang angenommen. Wesentlicher Grund ist der steigende Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Hochschulzugangsberechtigung. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger bleibt damit auch über das Jahr 2020 hinaus auf hohem Niveau. Dies sind Ergebnisse des Bildungsberichts 2010, der heute von Bundesbildungsministerium und Kultusministerkonferenz vorgestellt wurde.

17.06.2010 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass das Bildungsniveau in Deutschland steigt. Das entspricht den Notwendigkeiten einer wissensbasierten Gesellschaft. Die Hochschulen stehen damit aber auch vor einer großen Aufgabe. Die Analyse zeigt, dass der Hochschulpakt II den Bedarf an zusätzlichen Studienplätzen schon jetzt nicht deckt. Wenn nun die Zahl der Studierenden über das Jahr 2020 hinaus auf heutigem Niveau liegt, wird eine Erneuerung des Hochschulpakts notwendig werden", kommentierte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel, heute in Bonn.

"Der Bildungsbericht liefert für den Hochschulbereich weitere interessante Daten", erklärte Wintermantel weiter. "Dazu gehört die nach wie vor zu hohe soziale Selektivität des deutschen Bildungssystems. So zeigt sich, dass inzwischen zwar viele Abiturientinnen und Abiturienten mit Migrationshintergrund ein Studium aufnehmen. Dennoch ist diese Gruppe in der Studierendenschaft unterrepräsentiert. Die soziale Selektion findet offenbar schon lange vor Studienbeginn statt, und dies dürfen wir nicht hinnehmen."


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