Die Grünen

Bologna-Reform: Schavan muss korrigieren statt gesundbeten

Zur 2. Nationalen Bologna-Konferenz erklärt Kai Gehring, Sprecher für Hochschulpolitik:

06.05.2011 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Für Studierende und Lehrende ist eine weitere Schavan-Konferenz des Gesundbetens und Schönredens der Bologna-Reform unzumutbar. Wenn eine Nationale Konferenz mehr als eine Schavan-Show sein soll, hätte sie feste Verabredungen, klare Zwischenziele und Fahrpläne zur Bologna-Korrektur erbringen müssen.

Die Bildungsministerin muss mit ihren Länderkollegen und den Hochschulen das lange Aufgabenheft notwendiger Bologna-Korrekturen zügig, nachhaltig und transparent abarbeiten. Schavan fehlt aber der Gestaltungswille, endlich bundesweite Standards, einen klaren Rahmen und eine verlässliche Finanzierung vorzulegen. Bologna muss Qualität verbessern, Mobilität erleichtern und soziale Hürden abbauen.

Die neuen Studiengänge müssen spürbar entfrachtet und andernorts erbrachte Studienleistungen per Anerkennungsgarantie akzeptiert werden. Den Studierenden müssen bundeseinheitliche Hochschulzugänge und bessere Studienbedingungen bereitgestellt werden.

Der Hochschulpakt ist dringend bologna-tauglich zu gestalten: Mit vier Jahren pro Studienplatz reicht die Finanzierung gerade mal für ein Bachelor-Studium – hier ist der Mangel an Masterplätzen und so der Unmut der Studierenden vorprogrammiert. Wir brauchen darum eine quantitative und qualitative Ausweitung des Hochschulpaktes, der mehr Masterplätze schafft und Lehrqualität verbessert.

"Die Fraktionspressestelle auf Twitter: twitter.com/#gruensprecher"


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