Der Studienreform neue Möglichkeiten eröffnen
Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat gestern in Berlin die notwendigen Schritte zur Förderung der guten Lehre an den deutschen Hochschulen beraten. Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan berichtete über ihre Bemühungen, einen Qualitätspakt für die Lehre aufzulegen. Die Ministerin erhofft hierzu weiterführende Vorschläge der HRK.
12.05.2010 Pressemeldung HochschulrektorenkonferenzSchavan ermutigte die Hochschulen, die Bologna-Reform und die Fortschritte gerade der letzten Monate offensiv zu vertreten und gute Beispiele herauszustellen. Bei der Bologna-Konferenz am kommenden Montag (17. Mai) werde es darum gehen, Bilanz zu ziehen und weitere Schritte zu vereinbaren.
"Eine gute Lehr- und Lernkultur bedeutet einen ständigen Lernprozess – aufseiten der Studierenden und der Lehrenden, die unbedingt mehr Anerkennung und Förderung brauchen als bisher", erklärte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel. "Die HRK arbeitet an Vorschlägen für den Qualitätspakt. Für eine Qualitätsverbesserung in der Lehre seien angemessene Betreuungsrelationen die Basis. Die Hochschulen brauchten endlich gezielte Investitionen in Personal, die die Länder rechtlich flankieren müssen, damit nicht aus mehr Personal einfach nur mehr, aber schlecht betreute Studienplätze werden. Damit ist auch eine Veränderung des Kapazitätsrechts verbunden."
Die Mitgliederversammlung forderte die Länder erneut auf, nach ersten, wichtigen Flexibilisierungen ihre Vorgaben für die neuen Studiengänge weiter zu reduzieren.
"Die Hochschulen haben ihre Arbeit an den neuen Studiengängen und Lehrkonzepten noch einmal intensiviert. Dabei hat sich die enge Zusammenarbeit mit den Studierenden weiterhin als hilfreich erwiesen. Mit der Studienreform entstehen neue Formen der Partizipation und der Kooperation mit den Studierenden. Die Wettbewerbe zur Lehre von großen Stiftungen und der Kultusministerkonferenz haben eindrucksvoll gezeigt, wie viele gute Konzepte es in den Hochschulen gibt, die aber auch realisiert werden müssen", sagte Wintermantel.
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