Deutsches Studentenwerk: Auch in soziale Infrastruktur muss investiert werden!
- Deutsches Studentenwerk (DSW) begrüßt Empfehlung des Wissenschaftsrats zur Qualitätsverbesserung der Lehre - DSW-Präsident Rolf Dobischat: "Dringender Investitionsbedarf aber auch in Mensen, Wohnheime und Beratung" - 400 Millionen Euro für zusätzliche Wohnheimplätze und 300 Millionen Euro für Mensen gefordert
07.07.2008 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkDas Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt die Empfehlung des Wissenschaftsrats, die Lehre an Deutschlands Hochschulen mit jährlich 1,1 Milliarden Euro zusätzlich zu fördern. Gleichzeitig macht der Studentenwerks-Verband aber auf Investitionsdefizite in der sozialen Infrastruktur des Studiums aufmerksam. DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat erklärte: "Die Lehre zu stärken, ist absolut richtig und notwendig. Gute Studienbedingungen setzen aber auch eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur voraus; sie ist die dritte Säule im deutschen Hochschulsystem neben Forschung und Lehre." Laut Dobischat führen die zeitlich stark verdichteten neuen Bachelor-Studiengänge dazu, dass die Studierenden auch die Angebote der 58 Studentenwerke stärker nutzen. "Bachelor benötigen eine umfassende Beratung, etwa zur Studienfinanzierung, und sie erwarten ein gutes gastronomisches Angebot, das sich nach ihren zeitlichen Bedürfnissen richtet." Auch auf die Wohnheime der Studentenwerke sieht Dobischat eine größere Nachfrage zukommen, wenn die doppelten Abiturjahrgänge an die Hochschulen drängen.
"Zu guten Studienbedingungen gehören ausreichend Studienplätze, eine gute Lehre, aber auch gute soziale Rahmenbedingungen. Was nützt eine Stärkung der Lehre, wenn den Studierenden das Dach über dem Kopf fehlt?", fragt Dobischat.
Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks sind bis zum Jahr 2020 für rund 20.000 zusätzliche Wohnheimplätze Zuschüsse von rund 400 Millionen Euro notwendig. Den Investitionsbedarf für die Sanierung und den Ausbau der rund 700 Mensen und Cafeterien beziffert der Verband auf 300 Millionen Euro.
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