Hochschulen

Doris Ahnen: "BAföG hat Priorität"

Mit 48 Jahren gilt sie bereits als ein "Urgestein" unter den Wissenschafts- und Bildungsministerinnen und -ministern der Bundesländer, und ein Hochschulpräsident sagt über sie: "Sie ist ziemlich tough, manchmal bis an die Grenze der Sturheit". Für die neue Ausgabe des DSW-Journals, des hochschulpolitischen Magazins des Deutschen Studenten­werks (DSW), porträtiert Autor Armin Himmelrath die rheinland-pfälzische Wissenschafts­ministerin Doris Ahnen von der SPD.

26.11.2012 Pressemeldung Deutsches Studentenwerk

Die in Trier geborene Politikerin ist eine der dienstältesten Wissenschaftsmini­sterinnen Deutschlands, bildungspolitische Sprecherin der SPD-geführten Länder und im kommenden Jahr Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern. Auf Spekulationen, sie könnte dereinst auch auf Bundesebene eine größere Rolle spielen, lässt sie sich nicht ein.

Bildungsgerechtigkeit und Inklusion, eine solide und nachhaltige Hochschulfinanzierung – das seien ihre wichtigsten Vorhaben für die kommenden Jahre. Die steigenden Studierendenzahlen erforderten eine "verlässliche, gemeinsame Hochschulfinanzierung über den Hochschulpakt hinaus." "Wir brauchen neue Kooperationsformen zwischen Bund und Ländern", so Ahnen.

Politik müsse Haltung zeigen, fordert Doris Ahnen, und sie selbst nimmt klar Stellung. "Ich war von Anfang an gegen jede Form von Studiengebühren", erklärt sie. Und als weiteres Beispiel ihrer eigenen Haltung: "Wenn ich nur begrenzte öffentliche Mittel habe, wie das beim BAföG und dem Deutschlandstipendium der Fall ist, dann ist meine Priorität klar: Sie liegt beim BAföG."

Das Porträt von Doris Ahnen auf den Seiten 28 bis 31 dieses Downloads (40 Seiten): www.studentenwerke.de/pdf/DSWJournal_04_2012.pdf

Weitere Themen im DSW-Journal 4/2012:

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