E-Learning: Fast 200 Projekte gefördert
Hamburgs Hochschulen sind im Bereich E-Learning auf sehr gutem Wege. Dies ist das Ergebnis einer ersten Zwischenbilanz der hochschulübergreifenden Förderstrategie zur Entwicklung und zum Einsatz von E-Learning und Multimedia in der Hochschullehre. Drei Jahre nach dem Start der Multimedia-Initiative des Senats 2002 haben die Hamburger Hochschulen Anschluss gefunden an die Aktivitäten anderer Hochschulen und Bundesländer, wo teilweise bereits seit mehr als zehn Jahren entsprechende Förderprogramme bestehen.
26.04.2005 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgDie mit insgesamt rund 7 Mio. Euro geförderte, aus drei Säulen bestehende Strategie des Senats hat sich bewährt und bereits überregionale Anerkennung gefunden:
- Bereitstellung von Projektfördermitteln für das E-Learning
- Einrichtung des E-Learning Consortiums Hamburg (ELCH): ein Gremium aus zwölf fachkompetenten Vertretern der Hamburger Hochschulen mit der Aufgabe, Multimediaprojekte zu initiieren, zu entwickeln und nachhaltig einzusetzen
- Gründung der Multimediakontor Hamburg GmbH (MMKH) als unternehmerisch agierender Beratungs-, Controlling- und Marketing-Einrichtung der Hamburger Hochschulen
Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D.: "Das digitale Studieren soll zum alltäglichen Bestandteil des Hamburger Hochschulbetriebs werden. E-Learning und Multimedia leisten einen wichtigen Beitrag, das Profil der einzelnen Hochschulen sowie des Wissenschaftsstandortes Hamburg zu profilieren. Hamburgs Hochschulen sind dabei auf dem richtigen Weg."
Bisher konnten fast 200 E-Learning-Projekte an den Hamburger Hochschulen gefördert werden, 36 größere Projekte werden in diesem Frühjahr abgeschlossen. So hilft in der Staats- und Universitätsbibliothek beispielsweise der Chatbot "Stella", die freundliche digitale Bibliotheksassistentin, bei der Recherche von Information. Auf der "virtuellen Alster", einem Projekt der Fachbereiche Sportwissenschaft und Psychologie, können Studierende Segeln lernen, ohne nass zu werden. Eine von Historikern produzierte Multimedia-DVD, die in Hochschulen und Schulen eingesetzt werden soll, präsentiert anschaulich das Thema Integration und Konfliktbewältigung bei Römern und Germanen.
Mit dem Multimediakontor Hamburg (MMKH) steht den Hochschulen eine kompetente und hochqualifizierte Einrichtung zur Qualifizierung und Support von Hochschulangehörigen für das E-Learning zur Verfügung. Der vom MMKH organisierte jährliche Kongress "Campus Innovation" mit jeweils 300 bis 400 Teilnehmern und hochkarätigen internationalen Referenten hat sich zu einer der führenden Tagungsveranstaltungen zum Thema digitales Studieren etabliert.
Seit dem 1. April 2005 hat das MMKH seinen Sitz auf den Kunst- und Mediencampus Finkenau. Dort werden für das MMKH ein "Usability Labor" zum Testen von E-Learning-Medien auf ihre Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit sowie ein mit Multimedia ausgestatteter Produktionshörsaal eingerichtet. In der Finkenau entsteht damit die für alle Hamburger Hochschulen zentrale Produktions- und Beratungsagentur für E-Learning.
Noch im Laufe dieses Sommers sollen die bisherigen Fördermaßnahmen evaluiert werden, um die zukünftigen Perspektiven der E-Learning-Initiative festlegen zu können.
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