Einigung beim Hochschulpakt 2020 - Bundesmittel für Ausbau von Studienplätzen auch nach Baden-Württemberg

Wissenschaftsminister Prof. Peter Frankenberg lobte die am 14. Juni zwischen den Regierungschefs von Bund und Ländern erzielte Einigung über den Hochschulpakt 2020. "Das ist eine zukunftsweisende Entscheidung zur Stärkung von Lehre und Forschung in der Bundesrepublik", sagte Frankenberg heute in Stuttgart.

14.06.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

In der Bund-Länder-Vereinbarung sind in den Jahren 2007 bis 2010 Bundesmittel in Höhe von 565 Mio. € für die Aufnahme von über 91.000 zusätzlichen Studienanfängern in Deutschland vorgesehen. 17% dieses Aufwuchses sollen auf Baden-Württemberg entfallen und vom Bund mitfinanziert werden. Mit einer zweiten Programmlinie entlastet der Bund die Hochschulen von Overheadkosten bei Forschungsprojekten.

Frankenberg verwies auf das Programm "Hochschule 2012", mit dem Baden-Württemberg dem wachsenden Bedarf an akademisch gebildeten Nachwuchskräften auf dem Arbeitsmarkt und der steigenden Zahl von Studienberechtigten Rechnung trage. "Der "Hochschulpakt 2020" und das Landesprogramm "Hochschule 2012" ergänzen einander nahtlos. Baden-Württemberg wird bis zum Jahr 2012 rund 16 000 neue Studienplätze schaffen. Mit unserem Ausbauprogramm decken wir den vom Bund erwarteten Landesanteil verlässlich ab. Umgekehrt unterstützt uns der Bund bei der Finanzierung von "Hochschule 2012". Für die kommenden beiden Jahre erwartet das Land rund 18 Mio. € Bundesmittel, die voll den Hochschulen zugute kommen", sagte Frankenberg.

Von großer Wichtigkeit, so Frankenberg, sei auch die zweite Förderlinie des Hochschulpakts. Projekte, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden, erhalten einen Zuschlag in Höhe von 20 Prozent der Fördersumme. Dieser Overheadzuschlag dient dem Zweck, den mit jedem Förderantrag verbundenen finanziellen Eigenbeitrag der Hochschulen zu reduzieren. Von Seiten des Bundes werden hierfür insgesamt 700 Mio. € Bundesmittel aufgewandt.

Bisher hätten sich, so der Minister, erfolgreiche Hochschulen bei der Einwerbung von Forschungsmitteln häufig "zu Tode gesiegt", weil zusätzliche Forschungsprojekte zwangsläufig die vorhandene Grundausstattung belastet hätten. "Der Overheadzuschlag stellt nun sicher, dass durch die Einwerbung von Drittmitteln bei der DFG zukünftig die Grundausstattung entlastet wird". Bei der Verwendung der Overheadmittel seien die Hochschulen frei.

"Ich bin sehr zufrieden darüber, dass mit diesem Programm Forschung und Lehre nebeneinander in gleicher Weise gestärkt werden" meinte der Minister.


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