Elitenetzwerk Bayern

Das Elitenetzwerk Bayern wird ein Jahr alt. Gemeinsam mit Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, zog Wissenschaftsminister Thomas Goppel während des Besuchs des Elitestudiengang Technology Management am Mittwoch in München eine positive Bilanz der ersten zwölf Monate des bundesweit einzigartigen Förderprogramms:

05.10.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr des Elitenetzwerks Bayern sind sehr gut und zeigen, dass sich das Elitenetzwerk Bayern in der Studienpraxis voll bewährt. Über 230 Studierende und Doktoranden haben ihr erstes Jahr im Elitenetzwerk erfolgreich abgeschlossen. Zudem ist die Anziehungskraft des Elitenetzwerks Bayern auf Studierende und Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland groß: Mit rund 30% Anteil ausländischer Studierender sind sowohl die Elitestudiengänge als auch die Internationalen Doktorandenkollegs international stark nachgefragt", erklärte der Minister.

Beim Besuch des Elitestudiengangs Technology Management erläuterte Bertram Brossardt das Engagement der bayerischen Wirtschaft im Elitenetzwerk: "Eliteförderung ist Innovationsförderung. Wir müssen die Ausbildungssituation für herausragende Nachwuchswissenschaftler ausbauen. Innovation ist Garant für Wirtschaftswachstum in einem ressourcenarmen Land wie Deutschland. Deswegen fördern wir das Elitenetzwerk Bayern. Ein erheblicher Anteil der von der Bayerischen Staatsregierung für das Elitenetzwerk Bayern zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von insgesamt 14 Millionen wird vom VBM - Verband der Metall- und Elektro-Industrie getragen."

Die Förderung der besonders Begabten sei unverzichtbar, erklärte Goppel. "Da die Bestenförderung von besonderer Bedeutung für unsere Gesellschaft ist, ist es besonders erfreulich, dass die bayerische Wirtschaft mit ihrer nachhaltigen Förderung des Elitenetzwerks Bayern entscheidend zum Erfolg des Netzwerks beiträgt", betonte der Minister.

Im vergangenen Wintersemester begannen im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern zehn Elitestudiengänge und fünf Doktorandenkollegs. Zum Wintersemester 2005/2006 kommen weitere elf Module neu hinzu. Die Studienangebote des Elitenetzwerks Bayern stehen jedem Studierenden offen und setzen allein erstklassige Leistungen vor. Wer sich während des Studiums als besonders begabt erweist, erhält im Elitenetzwerks besonders anspruchsvolle Kurse verbunden mit besonders intensiver Betreuung und Förderung. "Der Wirtschaftsstandort Bayern gewinnt im Wettbewerb um die besten Köpfe durch dieses international herausragende Projekt an weltweiter Attraktivität", betonte vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt vor den Professoren und Studierenden des Elitestudiengangs. "Dazu tragen alle vier Säulen des Elitenetzwerkes gleichermaßen bei: Die Elitestudiengänge, die Internationalen Doktorandenkollegs, eine reformierte Begabtenförderung und natürlich die Netzwerkbildung", so Brossardt.

"Der Freistaat Bayern hat gemeinsam mit der bayerischen Wirtschaft das Elitenetzwerk schon konzipiert, als das Thema bundespolitisch noch nicht einmal entdeckt war", erklärte Minister Goppel. "Bei der bundesweiten Exzellenzinitiative reichen die Hochschulen derzeit gerade ihre Bewerbungsskizzen ein, das Elitenetzwerk Bayern hingegen läuft bereits seit einem Jahr und kann erste Bilanz ziehen."

Minister Goppel und Hauptgeschäftsführer Brossardt haben sich vor Ort über die Erfahrungen der Studierenden des Elitestudiengangs Technology Management und die Ergebnisse des ersten Studienjahres informiert. Die Studierenden des Elitestudiengangs Technology Management stellten ein "Gesundheitshandy" vor, an dessen Entwicklung sie in den vergangenen Monaten gearbeitet haben. Das "Gesundheitshandy" kann mit Hilfe moderner Übertragungstechnik Daten von der Gesundheitskarte auf die Handy-Speicherkarte überspielen, den Patienten an medizinisch wichtige Termine erinnern und medizinische Daten und Informationen bereitstellen. Die Studierenden beschäftigten sich sowohl mit der erforderlichen Technik zur Datenübertragung als auch mit der Produktentwicklung bis hin zur Herstellung eines Prototyps des "Gesundheitshandys".

Weitere Informationen über das Elitenetzwerk Bayern finden Sie im Internet unter www.elitenetzwerk-bayern.de.

Entwurf Pressemitteilung

Gemeinsam für Bachelor und Master Umfassende Informationskampagne des Bayerischen Wissenschaftsministeriums und bayerischer Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände

Eine umfassende gemeinsame Informationskampagne des Bayerischen Wissenschaftsministeriums, bayerischer Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, der bayerischen Hochschulen und der Schul- und Arbeitsverwaltung zu Bachelor und Master haben Wissenschaftsminister Goppel und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, am Freitag in München ins Leben gerufen. "Gemeinsam gehen wir auf Arbeitgeber und Studienbewerber zu und informieren sie umfassend über die neuen Studienstrukturen", erklärte der Minister. Vor allem bei international ausgerichteten Unternehmen gebe es bereits eine große Akzeptanz für Bachelor- und Masterabschlüsse, so Goppel, für andere seien Bachelor und Master hingegen noch Neuland. "Deswegen brauchen wir diese breit angelegte Informationskampagne und ihre Unterstützung durch alle beteiligten Institutionen. Nur wenn Bayerns Arbeitgeber die neuen Abschlüsse und deren Qualität kennen, werden Bachelor und Master Erfolg haben", betonte Goppel.

Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft wirbt bereits seit vergangenem Jahr für die Akzeptanz der neuen Abschlüsse in Unternehmen und Hochschulen. "Als bayerische Wirtschaft möchten wir den neuen Studiengängen zum Erfolg verhelfen. Sie bedeuten ein Mehr an Praxisorientierung, Berufsqualifizierung und Internationalisierung", hob Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw hervor. Mit zahlreichen regionalen Informationsveranstaltungen, regelmäßigen Newslettern und anderen Maßnahmen konnte die vbw das Interesse an den Bachelor- und Masterabschlüssen in den Unternehmen erhöhen. "Diesen eingeschlagenen Weg werden wir weitergehen. Wir freuen uns deswegen über den Start der gemeinsamen Informationskampagne, die wir mit eigenen Aktivitäten weiterhin begleiten werden", so Brossardt. In der Einführung der neuen Studienabschlüsse sieht die bayerische Wirtschaft die Chance für jüngere Berufseinsteiger durch verkürzte Studienzeiten und eine verstärkt internationale Ausrichtung der Hochschulen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat aufgrund einer Umfrage festgestellt, dass sich -- je nach Größe des Unternehmens -- zwischen 66% und 83% der Firmen vorstellen können, einen Absolventen der neuen Studiengänge einzustellen. Die neuen Abschlüsse werden die Qualität der Nachwuchskräfte und damit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöhen.

Bis zum Jahr 2010 sollen die bisherigen Diplom- und Magisterstudiengänge durch international ausgerichtete, zweistufige Bachelor- und Masterstudiengänge ersetzt werden. Ziel des im Jahre 1999 begonnenen Bologna-Prozesses ist es, einen "einheitlichen europäischen Hochschulraum" zu schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschafts- und Wissenschaftsraums zu stärken. Rund 250 Studiengänge oder 14 Prozent ihres Studienangebots haben Bayerns Hochschulen in den vergangenen Jahren bereits auf die neuen Strukturen umgestellt.

Der Bachelorabschluss befähigt bereits nach einem drei- bis vierjährigen Studium zum Beruf, der Master vertieft die akademische Ausbildung und führt in ein bis zwei Jahren zu einem forschungs- oder anwendungsorientierten zweiten Hochschulabschluss.

Die gemeinsame Kampagne informiert Unternehmen und Studienbewerber über Inhalte der neuen Studienstrukturen, das Profil der Absolventen und deren Potential auf dem Arbeitsmarkt. Neben einer Informationsbroschüre steht eine Internet-Seite unter www.ba-ma.bayern.de zur Verfügung, auf der sich eine Datenbank mit aktuellen Informationen zur Entwicklung der Bachelor-/Masterstudiengänge an den bayerischen Hochschulen befindet.

An der Kampagne sind neben dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie folgende Institutionen beteiligt:

  • vbw - Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V.

 

  • VBM - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V.

 

  • BayME - Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V.

 

  • Bayerischer Industrie- und Handelskammertag

 

  • Universität Bayern e. V.

 

  • Bayerische Fachhochschulrektorenkonferenz

 

  • Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Bayern

 

  • Akkreditierungs-, Zertifizierungs- und Qualitätssicherungsinstitut ACQUIN e. V.

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