Erfolgreiche Bilanz zur Juniorprofessur an den Berliner Universitäten
Die Juniorprofessur wurde 2001 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingeführt mit dem Ziel, hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlern früher als sonst üblich eine eigenverantwortliche und eigenständige Forschung und Lehre zu ermöglichen.
30.05.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)Von dieser Möglichkeit haben die drei Berliner Universitäten (Humboldt-Universität, Freie Universität und Technische Universität) umgehend Gebrauch gemacht. So haben bereits am 1. Mai 2002 die ersten beiden Juniorprofessoren ihre Stellen an der Humboldt-Universität angetreten.
Die aktuelle Bilanz der erfolgten Berufungen sieht folgendermaßen aus:
HU insgesamt 48 davon 18 Frauen
TU insgesamt 15 davon 8 Frauen
FU insgesamt 33 davon 8 Frauen
Charité insgesamt 22 davon 5 Frauen
Insgesamt also 118 Stellenbesetzungen, davon 39 Frauen (33%).
Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl: "Wir haben als eines der ersten Bundesländer die Juniorprofessur im Hochschulgesetz verankert. Für Berlin lässt sich zum aktuellen Stand der Juniorprofessuren an den drei Berliner Universitäten konstatieren, dass sie sich als zusätzlicher Qualifikationsweg gut etabliert haben. Mit den Stellenbesetzungen kann ich auf eine erfolgreiche Bilanz verweisen. Im bundesweiten Vergleich liegen wir an der Spitze."
Dieses Ergebnis war nur zu erzielen, da im Land Berlin, neben der zeitnahen praktischen Umsetzung im Rahmen der Vorgriffsförderung, die Juniorprofessur bereits im Januar 2003 im Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) gesetzlich geregelt und damit zu einem ebenso frühen Zeitpunkt entsprechende Rechtssicherheit geschaffen wurde.
Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl: " Leider gibt es noch keine Einigung zwischen Bund und Ländern über die Fortsetzung dieses Programms, für das aber schon ein Vorsorgebeitrag im Bundeshaushalt eingestellt und in der Finanzplanung bis 2009 berücksichtigt wurde. Die Föderalismusreform erweist sich auch hier als Bremsklotz und nicht als Motor für sinnvolle Bund-Länder-Programme."
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