Erheblich verbesserte Bedingungen für die Fachhochschule Frankfurt
Rechtzeitig zum Wintersemester 2006/2007 wird die so genannte "Campusbebauung I" der Fachhochschule Frankfurt in Betrieb genommen. In zwei jeweils siebengeschossigen Gebäuden sind insgesamt zirka 12.000 Quadratmeter hochwertige Hauptnutzfläche für Lehre und Forschung entstanden. Das Land Hessen hat dafür rund 50 Millionen Euro investiert, wovon der Bund die Hälfte trägt. Hinzu kommen etwa 3,7 Millionen Euro für die Ausstattung der Gebäude. Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, sprach bei der Eröffnungsfeier heute von einem wichtigen Schritt in der Entwicklung der Fachhochschule. "Jeder Einzelne sowie die Fachhochschule als Ganzes kann und sollte die Chancen nutzen, die sich dadurch ergeben."
27.09.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst"Das Engagement der Landesregierung ist ein neuerlicher Beleg dafür, welch große Bedeutung sie den staatlichen Hochschulen und damit der Wissenschaftspolitik beimisst", sagte der Minister. "Die knapp 9.000 Studierenden der Fachhochschule Frankfurt werden unter erheblich besseren Bedingungen arbeiten können. Insbesondere die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik sowie Informatik und Ingenieurwissenschaften profitieren davon. Aber auch die Beschäftigten der Fachhochschule selbst verfügen nun über modernste Infrastruktur und können so die Qualität ihrer Arbeit weiter steigern." So haben zum Beispiel Studienbüro und Studienberatung, die Abteilung Forschung, Weiterbildung, Transfer und das Akademische Auslandsamt neue Räume erhalten, und in der Tiefgarage stehen 90 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Durch die Neugestaltung der Außenanlagen sind nun auch alle Gebäude der Fachhochschule barrierefrei zu erreichen.
Den europaweiten Wettbewerb für das Neubauvorhaben hatte im August 2001 der Mainzer Architekt Prof. Heribert Gies gewonnen. Baubeginn war im Dezember 2003. Die Grundsteinlegung folgte im Mai 2004, ein Jahr später das Richtfest. "In kurzer Zeit ist somit ein städtebaulich prägendes Gebäude-Ensemble entstanden, das in hervorragender Art und Weise alle neun Gebäude der Fachhochschule auf einem einheitlichen Campus vereint", hob Minister Corts hervor. Das wurde durch den Erwerb der Kleiststraße und deren Entwidmung für den öffentlichen Verkehr erreicht: Die Kleiststraße ist heute in das Hochschulareal integriert.
Die Fachhochschule Frankfurt wurde 1971 gegründet. Ihre Vorgängereinrichtungen reichen jedoch bis in die Zeit um 1900 zurück. Heute bietet die Hochschule als University of Applied Sciences praxisorientierte und wissenschaftliche Bildung in vier Fachbereichen mit mehr als 30 Studiengängen an. "Sie treibt die in der Bologna-Erklärung vorgesehene Einführung neuer Studienstrukturen mit ihren Bachelor- und Master-Studiengängen beispielhaft voran", hob der Minister hervor.
Im Hinblick auf künftige Vorhaben fügte er hinzu, vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags sei für das nächste Jahr die Verwirklichung zweier weiterer Projekte vorgesehen: Umbau und Einrichtung eines durch die Fachhochschule betriebenen Kinderhauses für rund 1,2 Millionen Euro sowie für etwa 1,1 Millionen Euro der Ausbau frei gewordener Flächen in Altbauten für neue Nutzungen.
Einen städtebaulichen Ausblick auf eine denkbare bauliche Weiterentwicklung der Fachhochschule gibt die "Campusbebauung II", die bereits Gegenstand des genannten Architektenwettbewerbs war: Durch die Konzentration der Hochschule um den Nibelungenplatz sollen weitere strukturelle Verbesserungen erreicht werden, die auch einen notwendigen Flächenzuwachs sicherstellen. Mit diesen Ideen, so der Minister, werden wir uns in den nächsten Jahren befassen.
Keine Kommentare vorhanden