Exzellenzinitiative

Exzellenzinitiative: Universität Halle erreicht mit Graduiertenschule nächste Runde

"Es ist außerordentlich erfreulich", so Kultusministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff, "dass Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle aufgefordert sind, sich mit einem Antrag an der 2. Runde des Wettbewerbs zu beteiligen. "Das Forschungsniveau in unserem Land ist außerordentlich hoch. Das wird durch das positive Ergebnis bestätigt." Die Antragskizze zu einer Graduiertenschule (Function Follows Form - Structure and Design on the Atomic and Molecular) hat sich im Wettbewerb der Bund-Länder-Exzellenzinitiative durchgesetzt.

02.03.2011 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Damit bestätigt sich das hohe Leistungsniveau der Forschung in den 2005 initiierten Schwerpunkten in den Biowissenschaften/Materialwissenschaften, die gemeinsam einen Antrag auf Förderung einer Graduiertenschule stellen. Dieser Antrag ist insofern besonders interessant, weil er Biologen, Physiker, Chemiker und Mediziner in gemeinsamer Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vereinigt. Dass sich die Antragsteller danach in einen weiteren Wettbewerb mit den bereits geförderten Einrichtungen begeben müssen, ist Indiz für die außerordentlich hohen Anforderungen im gesamten Verfahren.

Die Antragskizze "Plastizität, Adaptivität und Individualität in Gehirn und Immunsystem" (kurz: "explain") der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu einem Exzellenzcluster biomedizinischer Forschung auf den Gebieten der Hirnforschung und Entzündungsforschung konnte sich im Bewerberfeld leider nicht durchsetzen. Es ist trotz der anerkannten Leistungsfähigkeit des Forschungsschwerpunktes auf den Gebieten der Neurowissenschaften, Immunologie und Systembiologie für die neugegründeten ostdeutschen Standorte offensichtlich immer noch ein Problem, die Reputation etablierter Einrichtungen zu erreichen.

Zu ihrer Information:

Insgesamt haben sich 65 Hochschulen in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern beworben. Die heute von der Gemeinsamen Kommission von Deutscher Forschungsgemeinschaft und Wissenschaftsrat verkündeten Hochschulen dürfen Vollanträge einreichen. Neun Universitäten, darunter die Freie Universität Berlin, die TU München und die Universität Karlsruhe, wurden bereits seit 2005 mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro gefördert. Im Sommer 2012 werden die Ergebnisse der zweiten Runde verkündet. Bis 2017 vergibt der Bund weitere 2,7 Milliarden Euro an seine Spitzenhochschulen.


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