Förderrichtlinien verlängert

Bedürftige Studentinnen und Studenten aus Polen und Tschechien können weiterhin mit Unterstützung des Landes Sachsen am Internationalen Hochschulinstitut Zittau (IHI) in Zittau studieren. Das hat die sächsische Staatsregierung heute (21.12.) während der letzten Kabinettsitzung des Jahres beschlossen. Die entsprechende Förderrichtlinie für die Gewährung von Stipendien für ausländische Studentinnen und Studenten wurde um fünf Jahre verlängert.

21.12.2004 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Das IHI arbeitet mit der Technischen Universität Reichenberg, der Technischen Universität Gleiwitz, der Wirtschaftsuniversität "Oskar Lange" Breslau, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Hochschule Zittau/Görlitz (FH) zusammen. Das IHI bietet vor allen Dingen wirtschaftsorientierte universitäre Studiengänge im Hauptstudium an. Das Studium ist gekennzeichnet durch seinen internationalen Charakter mit einem auf länderübergreifende berufliche Tätigkeiten gerichteten Ansatz.

Um ausländischen Studentinnen und Studenten vor allem aus Polen und Tschechien eine gewisse materielle Basis für ihr Studium zu bieten, ist das jetzt verlängerte Stipendienprogramm unerlässlich. Die Stipendiaten erhalten kein Vollstipendium, sondern eine Grundförderung in Höhe von monatlich 256 Euro.

Seit der Gründung des IHI im Jahre 1993 erhielten 599 Studierende, davon 269 Männer und 330 Frauen, ein Stipendium des Freistaates Sachsen. Unter den Stipendiaten waren 420 polnische, 133 tschechische und 46 Studenten aus anderen Ländern. Insgesamt wurden von 1993 bis 2004 für die Stipendien aus dem Haushalt des Freistaates Sachsen Mittel i. H. v. 2,02 Mio. Euro aufgewandt.

Der Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) hat das Studienangebot des IHI positiv evaluiert. Er ist der Auffassung, dass die in Zittau geschaffene und im Vergleich zu anderen Hochschulen einzigartige Situation weiterhin genutzt werden sollte. Der DAAD stellt etwa die gleiche Anzahl Stipendien wie der Freistaat Sachsen zur Verfügung.


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