Forschungsverbund Hauptschule der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württemberg startet weitere Förderprojekte

Wissenschafts- und Kultusministerium fördern ab Herbst 2007 drei neue Vorhaben im Rahmen des "Forschungsverbunds Hauptschule der Pädagogischen Hochschulen". Ausgewählt wurden Projekte zur Hauptschulforschung an den Pädagogischen Hochschulen Freiburg und Heidelberg, die Mittel in Höhe von insgesamt rd. 300.000 Euro erhalten.

31.08.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das Projekt von Prof. Dr. Katja Maaß von der Pädagogischen Hochschule Freiburg befasst sich mit der Frage, wie die im Mathematikunterricht an den Hauptschulen verwendeten Übungsaufgaben optimiert werden können, um den Schülern mehr als die üblichen Lösungspfade nahezubringen. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern versucht sie mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 8 an Hauptschulen bei Freiburg und Schwäbisch Gmünd herauszufinden, wie diese an elementares begriffliches Denken herangeführt werden können.

Die beiden anderen Förderprojekte behandeln die Themen "Selbst- und Sozialkompetenzen von Hauptschülerinnen und Hauptschülern" (Pädagogische Hochschule Freiburg, Prof. Dr. M. Pilz et al.) und "Sprachförderung" (Pädagogische Hochschule Heidelberg, Prof. Dr. Anne Berkemeier et al.). Beim letztgenannten Vorhaben soll an vier Mannheimer Hauptschulen die Einführung von an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelten Unterrichtsbausteinen "Leseverstehen" und "Textproduktion" wissenschaftlich begleitet werden.

Der "Forschungsverbund Hauptschule der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württemberg" ist 2001 vom Wissenschaftsministerium mit Unterstützung des Kultusministeriums und der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen eingerichtet worden. Er hat zum Ziel, die Hauptschulforschung an den Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg in Kooperation mit Schulen oder anderen mit der Hauptschule befassten Institutionen zu verstärken. Hierzu werden Forschungsvorhaben unterstützt, die gezielt das Lernen und die Situation der Schülerinnen und Schüler an den Hauptschulen untersuchen. Übernommen werden die Sachkosten für eine Laufzeit von drei Jahren bei einem maximalen Antragsvolumen von 100.000 Euro. Die erzielten Forschungsergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Unterrichtskultur der Hauptschule ein und geben den Lehrkräften praktikable Hinweise zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Seit 2003 wurden 13 hauptschulspezifische Forschungsprojekte mit einem Volumen von 450.000 Euro unterstützt. Die bisher geförderten Projekte werden am 30. November im Rahmen einer Tagung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Koordination des Forschungsverbunds erfolgt durch Prof. Dr. Karl Schneider von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Als beratendes Gremium wurde ein wissenschaftlicher Beirat bestellt, dem acht Mitglieder aus Hochschulen, den beiden Ministerien, der Schulverwaltung und Wirtschaft angehören.

Weitere Informationen unter: www.forschungsverbund-hauptschule.de


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