Gemeinsam für Bachelor und Master

Eine umfassende gemeinsame Informationskampagne des Bayerischen Wissenschaftsministeriums, bayerischer Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, der bayerischen Hochschulen und der Schul- und Arbeitsverwaltung zu Bachelor und Master haben Wissenschaftsminister Goppel und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, am Freitag in München ins Leben gerufen.

13.05.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Gemeinsam gehen wir auf Arbeitgeber und Studienbewerber zu und informieren sie umfassend über die neuen Studienstrukturen", erklärte der Minister. Vor allem bei international ausgerichteten Unternehmen gebe es bereits eine große Akzeptanz für Bachelor- und Masterabschlüsse, so Goppel, für andere seien Bachelor und Master hingegen noch Neuland. "Deswegen brauchen wir diese breit angelegte Informationskampagne und ihre Unterstützung durch alle beteiligten Institutionen. Nur wenn Bayerns Arbeitgeber die neuen Abschlüsse und deren Qualität kennen, werden Bachelor und Master Erfolg haben", betonte Goppel.

Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft wirbt bereits seit vergangenem Jahr für die Akzeptanz der neuen Abschlüsse in Unternehmen. "Als bayerische Wirtschaft möchten wir den neuen Studiengängen zum Erfolg verhelfen. Sie bedeuten ein Mehr an Praxisorientierung, Berufsqualifizierung und Internationalisierung", hob Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw hervor. Mit zahlreichen regionalen Informationsveranstaltungen, regelmäßigen Newslettern und anderen Maßnahmen konnte die vbw das Interesse an den Bachelor- und Masterabschlüssen in den Unternehmen erhöhen. "Diesen eingeschlagenen Weg werden wir weitergehen. Wir freuen uns deswegen über den Start der gemeinsamen Informationskampagne, die wir mit eigenen Aktivitäten weiterhin begleiten werden", so Brossardt. In der Einführung der neuen Studienabschlüsse sieht die bayerische Wirtschaft die Chance für jüngere Berufseinsteiger durch verkürzte Studienzeiten und eine verstärkt internationale Ausrichtung der Hochschulen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat aufgrund einer Umfrage festgestellt, dass sich - je nach Größe des Unternehmens - zwischen 66% und 83% der Firmen vorstellen können, einen Absolventen der neuen Studiengänge einzustellen. Die neuen Abschlüsse werden die Qualität der Nachwuchskräfte und damit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöhen.

Bis zum Jahr 2010 sollen die bisherigen Diplom- und Magisterstudiengänge durch international ausgerichtete, zweistufige Bachelor- und Masterstudiengänge ersetzt werden. Ziel des im Jahre 1999 begonnenen Bologna-Prozesses ist es, einen "einheitlichen europäischen Hochschulraum" zu schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschafts- und Wissenschaftsraums zu stärken. Rund 250 Studiengänge oder 14% ihres Studienangebots haben Bayerns Hochschulen in den vergangenen Jahren bereits auf die neuen Strukturen umgestellt.

Der Bachelorabschluss befähigt bereits nach einem drei- bis vierjährigen Studium zum Beruf, der Master vertieft die akademische Ausbildung und führt in ein bis zwei Jahren zu einem forschungs- oder anwendungsorientierten zweiten Hochschulabschluss.

Die gemeinsame Kampagne informiert Unternehmen und Studienbewerber über Inhalte der neuen Studienstrukturen, das Profil der Absolventen und deren Potential auf dem Arbeitsmarkt. Neben einer Informationsbroschüre steht eine Internet-Seite unter www.ba-ma.bayern.de zur Verfügung, auf der sich eine Datenbank mit aktuellen Informationen zur Entwicklung der Bachelor-/Masterstudiengänge an den bayerischen Hochschulen befindet.

An der Kampagne sind neben dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie folgende Institutionen beteiligt:

  • vbw - Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V.

 

  • VBM - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V.

 

  • BayME - Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e.V.

 

  • Bayerischer Industrie- und Handelskammertag

 

  • Universität Bayern e.V.

 

  • Bayerische Fachhochschulrektorenkonferenz

 

  • Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Bayern

 

  • Akkreditierungs-, Zertifizierungs- und Qualitätssicherungsinstitut ACQUIN e.V.

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