GEW: "BAföG-Reform beherzt anpacken!"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Ankündigung von SPD-Fraktionschef Peter Struck, 290 Millionen Euro zusätzlich Jahr für Jahr in das BAföG zu investieren, begrüßt. "Nachdem den Studierenden sechs Jahre lang rote Nullrunden zugemutet wurden, ist eine spürbare Erhöhung des BAföGs zwingend notwendig. Wir brauchen diesen beherzten Schritt, um mehr jungen Menschen den Hochschulbesuch zu ermöglichen und die Akademikerquote zu steigern", sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne mit Blick auf die laufenden Haushaltsverhandlungen der Bundesregierung.

09.05.2007 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Nachdem sich nun auch die bekennende BAföG-Skeptikerin Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) nicht mehr gegen eine Erhöhung der Bedarfsätze und Freibeträge sperre, sollte auch die Restfraktion der CDU/CSU ihre Rolle als Bremse in der Bildung aufgeben. "Die Union – namentlich Fraktionschef Volker Kauder – dürfe nicht durch ihr Regierungshandeln dafür sorgen, dass junge Menschen aus einkommensschwachen Familien aus finanziellen Gründen praktisch von den Hochschulen ausgeschlossen werden", sagte Thöne.

Der GEW-Vorsitzende betonte, dass erneut auch der BAföG-Beirat der Bundesregierung und das Deutsche Studentenwerk (DSW) vor dem Hintergrund der Lohn- und Preisentwicklung eine Anhebung der Bedarfssätze um 10,3 Prozent und der Freibeträge um 8,7 Prozent empfiehlt. "Wer das BAföG nicht erhöht, verschärft die soziale Auslese an den Schulen. Deutschland braucht jedoch mehr Studierende. Die Bundesregierung muss deshalb dem Vorschlag ihres Expertenrates voll und ganz folgen", unterstrich Thöne.


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