GEW Thüringen unterstützt Forderungen der Studierenden
Am morgigen Dienstag, dem 17.11.2009, wird es auch in Thüringen an einigen Hochschulen zu Bildungsstreikaktionen der Studierenden kommen. Die GEW Thüringen sieht die erneuten Proteste als ein deutliches Signal an die Hochschulen - besonders die Hochschulleitungen - und die Politik in Land und Bund, die Probleme an den Hochschulen ernst zu nehmen und zügig sinnvolle Lösungen zu finden und umzusetzen.
16.11.2009 Pressemeldung GEW Thüringen"Die Proteste der Studierenden sind berechtigt, denn die Versprechen nach dem Bildungsstreik des Sommers waren groß, ihnen sind aber keine Taten gefolgt", sagte Jürgen Röhreich, der Landesvorsitzende der GEW Thüringen im Vorfeld der Aktionen. Weiter führte er aus: "Es ist dringend notwendig, konkrete Verbesserungen an den Hochschulen herbeizuführen, damit der Bologna-Prozess eine sinnvolle Umsetzung erfährt. Dabei dürfen die Hochschulen von der Politik nicht allein gelassen werden. Bologna ist nicht zum Null-Tarif zu haben und ist an der Zeit, nicht nur von Bildung als Investition in die Zukunft zu reden, sondern tatsächlich in Bildung deutlich mehr zu investieren."
Vor allem in den neuen Studiengängen mit Bachelor- und Masterabschluss müssen dringend Veränderungen vorgenommen werden. Dazu gehört, die inhaltliche Überfrachtung der Studiengänge zurückzufahren, den Prüfungsumfang auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren und die Möglichkeiten für ein eigenständiges Studieren und gesellschaftliche Aktivitäten wieder zu erweitern. Außerdem muss der Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium ohne Hürden uneingeschränkt möglich sein.
Die GEW setzt darauf, dass die Studierenden auf demokratischer Basis ihren Forderungen mit sachlichen Diskussionen Geltung verleihen.
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