Grünen-Fraktion lehnt Nationales Stipendienprogramm ab
(hib/KTK/MPI) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen spricht sich in einem Antrag [(17/1570)](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/015/1701570.pdf) gegen das geplante Nationale Stipendienprogramm aus. Der Plan der Koalitionsfraktionen, bis zu acht Prozent der Studierenden mit einem monatlichen Stipendium von 300 Euro zu fördern [(siehe Gesetzentwurf 17/1552)](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/015/1701552.pdf) , sei "ungeeignet, deutlich mehr junge Menschen für ein Studium zu gewinnen". Studierende, "die auf eine gesicherte Studienfinanzierung angewiesen sind", würden von den Stipendien nicht profitieren, so der Vorwurf der Grünen.
07.05.2010 Pressemeldung Deutscher BundestagSie kritisieren, dass private Geldgeber sich nur für einen Zeitraum von zwei Semestern verpflichten müssten, ein Stipendium zu finanzieren. Der "vorgesehene Verlust des Stipendiums nach einem Hochschulwechsel" sei "mobilitätsfeindlich". Außerdem würden bei der Auswahl der Stipendiaten "chancenreiche Akademikerkinder bevorzugt anstatt gezielt die Bildungspotentiale von Nicht-Akademikerkindern zu fördern".
Die Grünen erwarten darüber hinaus ein regionales Ungleichgewicht beim Einwerben des privaten Anteils von 50 Prozent für die Stipendien: In wirtschaftsschwachen Regionen werde sich "die Stipendien-Akquise als schwierig bis aussichtslos erweisen".
Deshalb fordern die Grünen, das Stipendienprogramm zurückzuziehen, die dafür vorgesehenen Mehrkosten für eine Aufstockung des Bafög um 5 Prozent zu verwenden und hochschulferne Gruppen mit speziellen Stipendien zu fördern.
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